 bis er einen Gspahnen fände, seine Großmutter mangle zwei neue
Kutschenrosse, aber bis jetzt hatte er noch keinen gefunden. Unterdessen gibt er
ihm ein, zu heiraten, wahrscheinlich in der Hoffnung, dann gleich zwei Fliegen
mit einem Schlage treffen zu können, denn wenn eine nicht schon ds Teufels ist,
so muss sie es werden bei einem solchen Meerkalb. Und jetzt, was macht er? Sieht
nicht etwa auf ein arm Meitli, das er glücklich machen könnte mit seinem Gelde,
nein, gerade das reichste und schönste zentume will er, der alte Unflat, der er
ist. Im Anfang hat das Meitschi dazu nur gelacht und hat nicht glauben können,
dass es Ernst sei, und hat das Narrenwerk mit ihm getrieben. Aber wohl, dem ists
anders gekommen, als es gesehen, wie seine Leute Ernst daraus machten und es
nöteten, sich mit ihm anzulassen, und von der Stunde an hat es dem Alten kein
gut Wort gegeben; aber das wird ihm wenig helfen, es entrinnt ihm doch nicht,
und wenn er es einmal hat, so wird er es ihm eintreiben. Sie machen es so, die
alte Schnürflene.«
    »Aber warum wollen die Alten das so zwängen? Wäre ihnen ein reicher Bursch,
der doch auch öppe eine Gattig hätte, nicht eben so anständig ?« »Aber Frau,
merkst dr Gspass nit? Sie denke, von dem bekomme es keine Kinder, und wenn er
noch zehn oder zwanzig Jahre lebe, so sei es mit dem Meitschi auch vorüber, es
gebe eine reiche Wittfrau, und zuletzt falle alles wieder auf einen Haufen. Das
ist so spekeliert. Bei einem jungen Burschen hätten sie dSach nit so gwüss, da
müesst es großes Gfell drby sy. Die Sache wäre schon lange vor sich gegangen, das
Meitschi hätte sagen mögen, was es wollte, wenn sie einig wären mit dem
Verschreiben, aber da soll es stecken. Der alte Unflat sagt, Gschriftlichs sei
nicht nötig; sterbe er, so könne seine Frau alles nehmen, sie sei ja mehr als
dreißig Jahre jünger als er. Der Dornbauer will es aber gschriftlich, er sagt,
man könne nicht wissen. Und wenn sein Meitschi vor dem Manne sterbe, so nehme
der auch, was das Meitschi eingebracht, und sie hätten nicht nur nichts davon,
ds Kunträri, und so sei es nicht gemeint. So ein Alter müsse nicht meinen, dass
er gytauf eine junge, reiche Frau kriege, er müsse den Vortel geben. Nun aber
möchte der Alte sich die Hände nicht binden lassen, und wer weiß, ob der Uflat
nicht schon an die Fünfte denkt und meint, weil er schon mit Dreien fertig
geworden, so werde auch die
