 ein Ballen Waren assekurirt, hin und her spedirt zu werden.
Kaufmännisch gemein, gehört diese Institution ganz einer Zeit an, die gleich der
Schlange, nach der Edda, an den Wurzeln des Baumes nagt, der den Himmel und die
Götter trägt. Das Gefühl wird an der Wurzel untergraben. Ein Mädchen soll die
Zuversicht haben, dass weder Himmel noch Hölle sie von ihrem künftigen Gatten
trennen können. Hat sie die nicht, so heirate sie ihn nicht.«
    »Aber sie hatte sie oft, und verliert sie nur später.«
    »Ich meine bloß, dass ich einen Kaufmann nicht achte, der auf seinen
Bankerott speculirt, um reicher zu werden, als er vor demselben war.«
    »Verteidigen Sie denn gar nicht Ihre arme Kousine?« wurde ein junger Mann
gefragt.
    »Nach zehn Jahren werd' ich es tun! so lange Zeit brauche ich, um die
Wendung der Dinge zu beobachten! in zehn Jahren müssen sie sich auf eine oder
die andere Seite geneigt haben, und dann kann man etwas Anderes vorbringen, als
Mutmaßungen und Voraussetzungen.«
    »Ich finde auch wirklich die Zumutung etwas stark,« sagte Faustine lachend,
»dass wir alle Dumm-und Torheiten unserer Verwandten vertreten und verteidigen
sollen. Ich danke Gott, wenn es mir bei meinen eigenen gelingt.«
    »Wie können Sie sich selbst so verleumden!« rief Feldern.
    »Keine Verleumdung!« antwortete sie; »aber das Wort Dummheiten ist Ihnen zu
kräftig, nicht wahr? also will ich lieber sprechen: meine allerliebsten kleinen
Torheiten machen mir so viel zu schaffen, dass ich nicht Zeit habe, die anderer
Menschen wahrzunehmen. Allerliebste kleine Torheiten, bester Feldern, können
Sie nun doch einmal Ihrem Schützling, dem Menschengeschlechte, nicht wegleugnen,
so viel Mühe sich auch Ihr gutes Herz deshalb gibt.«
    »Es ist wirklich wahr, der Herzog von *** hat auf einem Maskenball in
Pilgertracht dem Herrn *** ein bairisches Adelsdiplom überreicht - selbst
überreicht, en masque! ist das nicht himmlisch?« sagte einer der Herren.
    »Ein Scandal ist es! eine Entwürdigung! - Nicht himmlisch, sondern
himmelschreiend! - Eine verbesserte Auflage von der altmodischen Form: besser
Ritter, als Knecht!« - rief man durcheinander.
    »Warum denken die Fürsten nicht Belohnungen aus, welche auf ihre Kosten
gehen?«
    »Weil es ihnen bequemer ist, auf die unsern zu geben.«
    »Und weil der Belohnte so sehr viel lieber »von« vor seinen Namen schreibt,
als »Ritter des und des Ordens neunundneunzigster Klasse« - hinter denselben der
Kürze wegen!«
    »Der Adel sollte beim Bundestage einkommen gegen diesen Missbrauch.«
    »Den die Fürsten treiben!
