
eine jedere für sich. Wenn sie nur viel Anken und Eier und Mehl vergeuden
können, so meinen sie, die Sache müsse auch gut sein. Keine kann dir ein Loch
plätzen; ich glaube nicht, dass eine noch je eine Nadel in den Fingern gehabt
hat. Es ist da ein schrecklicher Hausbrauch; es sind Sachen genug, jedes
braucht, so viel es kann, und niemand achtet sich wieviel. Deswegen sind die
Leute nicht reich; da geht es eher zurück als vorwärts, wie es allenthalben
geht, wo keine Ordnung ist. Eine Tochter wird da niemals viel erhalten, Käti
mag sagen, was es will: das Vermögen ist im Land, das nehmen die Buben, und die
Meitscheni können luegen, was sie kriegen. Von den Basen aus dem Aargau habe ich
auch schon gehört, aber das sind nur so Zuckerstengel, die sie den Leuten durchs
Maul ziehen. Ich wüsste gar nicht, woher sie Basen im Aargau haben sollten. Es
geht nicht um diese Meitlein, sie rühmen viel zu fast, da denkt man, es hätte
sich nötig. Schon ihre Mutter hat es so gehabt. Sie hätte mich auch bei, nahe
gefangen, und ich wäre mich übel reuig geworden. Ich glaube, du bekämest Käti,
aber was wolltest du mit ihm? Geld kriegtest noch lange keins, du könntest
hingegen dort Knecht sein ohne Lohn, Sühniswyb. Oder wenn du etwas anfangen
wolltest, so könntest du eine Jungfrau anstellen für die Haushaltung zu machen,
während Käti dir den Mist vertrappet. Dann würde Käti nirgend genug sehen, und
wenn es nicht die Milch von vier Kühen verchaaren könnte, so würde es über
Mangel und Not schreien. Du glaubst nicht, was man mit Bauerntöchtern oft
angeführt ist, aus denen man das größte Wesen macht und die aus einem großen
Wesen heraus kommen. Die wissen oft in Gottes Namen nichts als gradane dryschla,
nie genug zu sehen; wenn sie nicht bis an den Hals in der Milch und im Anken
flotschen können, so meinen sie, es gehe ihnen übel, und wenn nicht immer der
Schneider hinter ihnen, die Näherin vor ihnen ist, so sehen sie aus, dass man
nicht weiß, was hinten und vornen ist. Und wenn man nicht Jungfrauen vermag oder
die nicht mehr Verstand haben als die Meisterin, so weiß man oft in einem
solchen Hause nicht, wo trappen, und das Essen ist, wie wenn es die Hühner ab
dem Mist gekratzet hätten. Dafür wollen sie manchmal Pflug halten, meinen, was
das sei, wenn sie einige Tage im Jahre vom Morgen früh bis am Abend spät mit dem
Volk auf dem Felde sind. Zwischen den großen Arbeiten machen sie gewöhnlich den
Faulhung.
