 davon wiedersehen.
    »Ja, das hättest du denken sollen,« sagte der Meister, »es wissen so viele
Diensten nichts mit ihrem Gelde anzufangen, lassen es sich ablocken und kommen
so darum. Aber ich mische mich nicht gerne in diese Sache, wenn man mich nicht
apartig frägt«, fuhr er fort. »Man meint sonst gleich, ich wolle Vogt sein oder
gar das Geld für mich, und sie werden misstrauisch. Es tut mir leid für dich,
aber den Hechler und den Schuhmacher hättest du kennen sollen, du weißt ja, was
das für Vögel sind. Aber gell, Uli, dr Gyttüfel hat dich plaget! Weißt du, dass
dir der Schuhmacher nicht weniger als hundert Prozent versprochen hat per Jahr,
während ehrliche Leute sonst nur vier geben? Und der Hechler hat dir das Maul
sonst süß gemacht. Aber eben so fängt man die einfältigen Leute, und wenn einer
so viel verspricht, so sollte man doch denken können, der werde nicht halten
wollen, er würde sonst nicht so viel versprechen.« Ja, sagte Uli, das alles
komme ihm jetzt hintendrein selbst in Sinn, aber er möchte dem Meister doch
angehalten haben, dass er ihm zu seinem Gelde verhelfe, er hintersinne sich sonst
noch. Der Meister schüttelte den Kopf dazu, indessen rettete er mehr, als er
anfangs erwartete, da weder Schuhmacher noch Hechler gerne seine Kundsame
verlor.
    Als er Uli das Geld übergab, sagte ihm dieser: »Meister, behalte du es und
kalte es. Ich brauche es nicht, und wenn ich es habe, so behalte ich es nicht
lange; ich bin gar ungfellig mit dem Gelde: entweder vertue ich es, oder man
betrügt mich darum, oder es wird mir gestohlen, und zuletzt, wenn niemand sonst
dazu käme, so würden es mir die Mäuse fressen.« »Nein,« sagte der Meister, »das
Geld will ich nicht behalten, ich habe genug an meinem zu hüten, wenn ich schon
nicht viel habe. Aber weißt du was, tue du das i dKasse.« »Was ist das?« fragte
Uli. »He, das ist eine Kasse, wo man das Geld, welches man nicht braucht,
hineinlegen kann, bis man es braucht, und unter der Zeit bekommt man einen
billigen Zins, und es ist gut versichert, dass man gar nichts zu fürchten hat.«
»Das ist kommod,« sagte Uli, »aber kann man hineintun, so viel man will, und
kommt es einem dann nicht aus, wenn man dort Geld hat?« Das sei eben gar kommod,
bekam er zur Antwort, dass man viel und wenig hineintun könne und wann
