 nicht nachgäbest und dein Glück zu machen suchtest. Dann sag in Gottes
Namen Ja, aber man solle dir die Sache gschriftlich geben. Sieh dann, was das
für Gesichter gibt und wie man dir sagen wird, das mangle sich nicht; wenn es
dir ja alle versprechen, so werde das wohl gut sein, und man wollte sich doch
schämen, so etwas zu versprechen und nicht zu halten. Indessen bestehe darauf
und sieh dann zu, was man dir gibt, wer es unterschreibt und dass darin alle
vernamset seien und Einer für den Andern gut ist.« Ja, sagte Uli, das wäre wohl
gut, aber er könne nicht Geschriebenes lesen. »Ei nun«, sagte der Meister, »das
macht nichts; nimm das Papier nur heim, man kann sehen, was darin ist, und du
kannst morgen noch immer machen, was du willst.« »Aber meinst dann, Meister,«
fragte Uli mit Beben, »das mache nichts und ich verfehle mich nicht?« »Das kommt
darauf an,« sagte der Meister; »wenn du mir diesmal glauben willst, dich nicht
willst misstreu machen, aufreisen lassen, so verspreche ich, dir hinauszuhelfen.
Willst du aber den Andern wiederum mehr glauben als mir, so kannst du
meinetalb; siehe dann, wie es dir geht. Ich habe es dir im voraus gesagt, wie
das Ding auslaufen werde, aber du hattest zu den Andern mehr Glauben als zu mir.
Ich weiß wohl, wie sie mich werden verdächtigt und gesagt haben, es sei nur
Missgunst von mir, nur Zwang, ich wolle meinen Leuten keine Freude gönnen; und
nicht recht von dir, Uli, dass du solche Dinge von mir glauben konntest. Ich
hätte geglaubt, du solltest wissen, wie ich es mit dir meine, und du verdientest
wirklich, dass ich dich stecken ließe. Aber das sage ich dir rundweg; wenn du mir
noch einmal so misstreu wirst und jedem Ohrenbläser und Lumpenhund mehr glaubst
als mir und seine Aufweisungen gegen mich annimmst, so sind wir geschiedene
Leute für immerdar. Wenn ich ein Vater an dir sein will, so kann ich doch
fordern, dass du Glauben zu mir habest, und den solltest du wohl haben können!«
Uli bekannte sein Unrecht und dass er nicht geglaubt, dass die Menschen so seien.
»Was,« sagte der Meister, »dass die Menschen so seien? Du hast ja geglaubt, ich
sei ein schlechter Meister und wolle dich ausnutzen; du hast geglaubt, dass der,
der mit der Tat sein Wohlwollen dir zeigte, schlecht sei, hingegen gut
diejenigen, die dir flattierten, schmeichelten, aber auch nicht ein Augvoll an
dir taten
