 du willst; du hast mir
nicht gehorcht, als ich dir von dem Mitmachen abgeraten; du kannst jetzt auch
machen, was du willst. Indessen, wenn ich dir gut zu Rate bin, so lass dich nicht
ein; man will dich hineinsprengen, und die Andern wollen sich hinter dir
drausmachen. Man wird dir alles versprechen, was du willst, aber gar nichts
halten. Wenn du mit den Brönzwylerern abmachst so kannst du bezahlen; wenn du
leisten musst, so kannst du ihretalben gehen, wohin du willst, keiner wird dir
Dankeigist sagen.« »Glaub mir nur, so gehts; der Gattigs hab ich schon mehr
erlebt.« Aber das wär ihm doch dr Tüfel, sagte Uli; was man ihm verspreche,
werde man ihm wohl halten, oder er müsste sich dann gar nichts auf die Leute
verstehen. »Ja, du guter Tropf du,« sagte der Meister, »man hält, was man gerne
will oder halten muss, aber mehr nicht, am aller, wenigsten in solchen Händeln,
das sind die wüstesten Bschysshändel von der ganzen Welt. Wenn man da einen
hinein, sprengen kann, so lacht man sich den Buckel voll.«
    Da wurde es Uli angst, es war ihm fast, als wäre er schon hineingesprengt,
und weinerlich sagte er: Er könne nicht glauben, dass die Menschen so schlecht
seien; wenn es also wäre, so erleide es einem, dabeizusein, und es wär eim am
besten, wenn man dahin und daweg aus allem heraus könnte, ganz aus der Welt
heraus. Da müsse er die Leute nehmen, wie sie seien, sagte der Meister, er könne
sie nicht besser machen. Je gescheuter man sei, desto besser komme man mit ihnen
nach, denn da fanden sie nicht Gelegenheit, einen zu betrügen, und scheuten sich
auch mehr oder weniger davor; es heiße ganz recht, man solle klug sein wie eine
Schlange, aber auch ohne Falsch wie eine Taube. Ein dummer Mensch sei eine
immerwährende Versuchung für Andere, ihn hinters Licht zu führen, ihn zu
betrügen. Er solle nur gescheut tun, so hätte alles nichts zu sagen. Ja, was er
dann zu machen hätte? fragte Uli. »Vielleicht wäre das das Witzigste, du gingest
gar nicht hin, ließest dich nirgends finden; da wurden sie dann von selbst
deinen Namen aus dem Spiel lassen müssen. Indessen gehe und wehre dich, da
werden sie dir das Schönste versprechen und immer mehr und mehr und werden
schwören und alle Zeichen setzen, dass es dir ganz warm ums Herz werden wird, dass
es dich dünkt, es müsse wirklich so sein und es wäre die dümmste Sache von dir,
wenn du
