 da. Endlich reisten er und Elisi ab, aber unter
vielen Drohungen: Wie man erfahren solle, was man an ihnen getan, und wie man
sie nicht mehr sehen werde an einem Orte, wo man sie so behandelt.
    Es leichtete allen ordentlich, als sie fort waren, und Johannes versprach
dem Vreneli ein Stück Hausrat zur Ehesteuer, es könne auslesen, was es wolle,
weil es den Schwager so tüchtig abgeklopft. Er wollte gerne eine Dublone geben,
wenn er klagen würde; dem wollte er Sünden einbrocken, dass er daran ersticken
sollte.
 
                          Sechsundzwanzigstes Kapitel
 Wie Vreneli und Uli auf hochzeitlichen Wegen gehen und endlich Hochzeit halten
Von da an ging die Sache vonstatten, viel besser, als Uli gedacht hatte, und er
musste manchmal denken, es gehe ihm besser, als er verdient, und musste denken,
was sein alter Meister gesagt: der gute Name sei ein eigenes Kapital und mehr
wert als Geld und Gut. Der Lehenzins war billig, was aber die Hauptsache
ausmachte, das waren die Zugaben. Einiges, was ihm besonders gefiel, nahm zwar
der Johannes zuhanden.
    Es sei nichts als billig, sagte er, dass er auch etwas hätte gegen das Korn
und Kirschenwasser, das der Schwager ihnen abgeläschlet. Die Zugaben erstreckten
sich nicht nur auf den ganzen Viehstand, Schiff und Geschirr, sondern auch auf
den Hausrat und die Dienstenbetten. Die Schatzung über alles war billig, so dass
sie den Empfänger, wenn die Sachen ein, mal zurückgegeben werden mussten, nicht
über Nichts bringen konnte. Es waren einige tüchtige Vorbehälte, die indessen
bei dem billigen Zins zu übersehen waren. Uli musste ihnen eine Kuh füttern, zwei
Schweine mästen, Erdäpfel genug geben, ein check Flachssamen, zwei check Hanfsamen
säen, ein Pferd geben, so oft sie fahren wollten. Wenn man einig ist, so ist
selten ein Vorbehalt zu schwer, gerät man aber in Missverhältnisse, so wird jeder
Vorbehalt ein Stein des Anstoßes.
    Uli und Vreneli konnten ihr meistes Geld sparen und brauchten sehr wenig
anzuschaffen; der versprochene Trossel blieb ihnen auch nicht aus, ein Bett und
einen schafft erhielten sie, wie man sie selten schöner sieht. Johannes sandte
ihnen, ohne ihre Auswahl zu erwarten, eine schöne Wiege, die Vreneli lange nicht
ins Haus lassen wollte, behauptend, die sei verirret.
    Aber was das dem Uli zu sinnen und zu denken gab, wie er alles anzustellen
hätte in Feld, Stall und Haus; wie es ihm angst machte bald um das Korn, bald um
den Lewat, bald ums Gras; wie er schon vor Fasnacht, wenn der Bysluft ging,
jammerte, es gebe in diesem Jahr nicht Heu; wie hundertmal er rechnete, aus was
er den
