 dem Joggeli und der
Mutter das Herz, und sie wären vielleicht dem aufbegehrischen Tochtermann
hingekniet, aber Johannes war da. »Mach es nur,« sagte der, »je wüster, desto
besser, wir wollen dir den Marsch bald gemacht haben. Je eher du abgesprengt
wirst, desto besser ists. Denke an die Krone zu - und was du da treibst! Du
verfluechte Bueb! Mit fünfzig Kronen scheiden wir, und dann wirst du zum
Geltstag getrieben, das ist das Beste für einen solchen Donner, wie du bist;
dann kannst du ds Land ab und Rüben fressen.« Sie erschrecken ihn noch lange
nicht, antwortete der Tochtermann. Mit dem Geltstag könnten sie es probieren,
wenn sie wollten, sie kämen an den Unrechten. Was bei der Krone gegangen sei,
gehe sie nichts an, er wolle es auf eine Untersuchung ankommen lassen, und wenn
man zu Frevligen nachfragen wollte, so brächte man vielleicht viel ärgere Dinge
heraus. Wenn sie die Schande haben wollten, dass ihre Tochter so bald sich
scheiden müsse, so sei es ihm recht, er frage nichts danach. Er wolle ihnen
dann aber den Marsch machen.
    Indessen er so aufbegehrisch redete, zog er doch in etwas seine Pfeifen ein,
besonders da Johannes sich nun auf seine Worte berief: Sie sollten jetzt sehen,
was sie für einen Donner von Tochtermann hätten. Es geschehe ihnen aber recht,
sie hätten nichts glauben wollen, und er sollte sie jetzt eigentlich im Stiche
lassen mit ihm. Aber es sei ihm auch um seinetwegen; wenn er den Donner machen
lasse, so käme es bald dahin, dass die Glungge an eine Steigerung kommen müsste.
Davor wolle er sein, er könne darauf zählen. Von einer Steigerung musste der
Tochtermann endlich schweigen; aber nun wollte er sich in den Akkord mischen und
ihn machen nach seinem Sinn, also auf eine Weise, dass Uli unmöglich hätte
eintreten können. Er warf ihn aufs Papier, und Joggeli gefiel er so übel nicht;
er fand von manchem, daran hätte er nicht gedacht, die Mutter aber und Johannes
widersetzten sich: Was wollte doch so ein baueliger tusigs Donner von einem
Lehenakkord wissen: keinem Hund würde man einen solchen machen, und je wüstere
Akkorde man mache, desto weniger würden sie gehalten und desto mehr müsse das
Gut darunter leiden.
    Während man darüber stritt im Stübli, versuchte der Baumwollenherr
Privatgeschäfte bei Vreneli, wollte mit ihm so unterhandeln, dass wenn es ihm
nachgebe, so wolle er auch mit dem Akkord nachgeben, und ließ sich wohl nah zu
ihm her, an. Das aber, nicht faul, nahm ein buchenes Scheit, fuhr auf ihn dar
wie eine Furie und traktierte ihn jämmerlich. Das gab
