 wird dir schon vergehen, wenn du hörst, dass Joggeli nichts vom Lehen
hören will. Er ist bös darüber, dass alles hinter seinem Rücken abgekartet wurde,
und sagt jetzt, er sei Meister, er wolle es uns reisen.« Aber das Lachen verging
Vreneli nicht, sondern es lachte nur: Der Vetter wolle auch gezwungen sein, wie
es zum Heiraten. Am besten käme man zurecht mit ihm, wenn man nichts mehr von
der Sache sage und sich stelle, man wolle fort. Es mache ihm jetzt schon angst,
was er um Weihnacht anfangen wolle, zu einem andern Knecht könne er sich nicht
entschließen. Wenn er in acht Tagen noch nicht selbst mit der Sache komme, so
wolle es den Tischmacher kommen lassen und ihm ein Trögli zu machen befehlen,
wie Mägde zu tun pflegen, wenn sie zügeln wollen. Helfe dieses nicht, so müsse
man ihm sagen, Uli komme zum Johannes, man habe neuis gemerkt; dann fange er von
selbst von der Sache an und sage: »So zwängets, wenn ihrs zwängen wollt, aber
ich will an nichts schuld sein, es mag gehen, wie es will.« »Du bist eine Tüfels
Hex«, sagte die Base; »ich glaube, du wärest imstande, ein ganzes Chorgericht
zum Narren zu halten. Das wäre mir nie in den Sinn gekommen, und sind wir doch
jetzt bald vierzig Jahre bei einander.«
    Und richtig: wie Vreneli, das dem Uli eingeschärft hatte, es anzusehen, wie
wenn er lauter taub wäre, gesagt hatte, ging es. Der Tischmacher brauchte nicht
zu kommen. Lange vor Verlauf der acht Tage fing Joggeli mit seiner Alten zu
zanken an: Wie sie alles hinter seinem Rücken mache, zu allen Leuten Vertrauen
habe und nur zu ihm keines; er möchte doch endlich wissen, was sie jetzt mit dem
Uli ausgemacht habe. Es wäre Zeit, dass er auch etwas davon wüsste. Da sagte sie,
sie habe nichts mit ihm ausgemacht und nichts angefangen, das sei seine Sache,
sie mische sich nicht darein. Er habe ja gesagt, er sei Meister. Da begehrte
Joggeli noch mehr auf, dass seine Frau ihn so im Stich lasse und sich gar nicht
darum bekümmere, wie es gehe; es sei doch ihre Sache so gut als seine und er
wüsste nicht, warum immer alles an ihn kommen solle. Er wollte, sie solle gehen
und mit Uli reden, und wenn er schon eine andere Frau nähme als ds Vreni, so sei
es ihm gleich; das sehe ihn seit einiger Zeit so unverschämt und spöttisch an,
dass es ihn schon manchmal gelüstet habe, ihm die Hand ins Maul zu geben. Aber
seine Frau
