 eine Frau aus, und je nachdem ich eine hätte, finge ich etwas
an. Es sind schon viele Leute zugrunde gegangen nur deswegen, weil die Frau zu
des Mannes Geschäft nicht passte oder weil sie nicht dazu passen wollte. Um ein
Hauswesen gut zu führen, bedarf es einen einträchtigen Willen. Hast du einmal
eine Frau und wählet ihr einträchtig ein Heimwesen zum Kaufen oder Empfangen,
das sich zu euch Beiden schickt, so ist schon viel gewonnen. Oder hast du schon
etwas der Art unterhänds?« »Nein«, sagte Uli. »Ich wüsste wohl eine, aber die
sagt mir nicht Herr.« »Warum nicht?« fragte Johannes, »ist es wieder eine reiche
Bauerntochter?« »Nein,« sagte Uli, »es ist das Meitschi, das mit der Frau
gekommen ist. Vermögen hat es aparti nicht, aber wer das bekommt, der ist
glücklich. Ich habe es seither schon manchmal gedacht, mit dem kommt einer
weiter, wenn es schon keinen Batzen hat, als mit dem reichen Elisi. Was es in
die Hände nimmt, steht ihm wohl an, alles gerät ihm, und es ist nichts, das es
nicht versteht. Ich glaube, es wird nie müde, am Morgen ist es zuerst und abends
zuletzt und den ganzen Tag nie müßig. Nie muss man auf das Essen warten, nie
versäumt es die Jungfrauen, und es meint einer, es werde nie hässig; je mehr zu
tun ist, desto lustiger wird es, wo doch sonst die Meisten, wenn sie viel Arbeit
haben, hässig werden und nicht bei ihnen zu sein ist. Es ist huslig in allen
Teilen und doch bsunderbar gut gegen die Armen, und wenn jemand krank wird, so
kann es ihm nicht gut genug luegen. Es ist Keins weit und breit so.« »Aber warum
solltest du das nicht bekommen?« fragte Johannes, »hasset es dich?«»Aparti
nicht«, sagte Uli. »Es ist gut gegen mich, und wenn es mir etwas zu Gefallen tun
kann, so ist es nie Nein, und wenn es sieht, dass ich möchte, dass etwas gemacht
werde, so hilft es nur, so viel es kann, und kein einzigmal begehre es
Saumsteine in den Weg zu legen, wie es die Weiber dickist haben, dass wenn sie
sehen, dass man etwas absolut machen sollte, sie absolut etwas anderes wollen und
einen versäumen, wie sie nur können. Aber doch ist es etwas hochmütig und kanns
nicht vergessen, dass es aus einer vornehmen Familie ist, wenn es schon unehlich
ist. Wenn ihm einer nur von weitem zu nahe kommt, so schnauzt es ihn an, als
