 empfangen. Dasselbe führte
sie in eine Stube und öffnete sie mit den Worten: »Geht nur hinein, es sind
schon zwei drinnen,« und drinnen empfing sie der Ruf: »Das geht gut, da kommt
noch eins« - Hochzeit nämlich! Die Base lachte, dass es sie über und über
schüttelte, und sagte: »Du siehst, es muss sein. Du magst dich wehren, wie du
willst, es gilt dich doch.« Dahinein bringe es niemand, sagte das zornig
gewordene Vreneli, und wenn es den ganzen Tag so gehen solle, so laufe es zu Fuß
heim. »Und von dir, Uli, ist es auch nicht bravs, dass du nicht witziger bist als
so, du tätest sonst deinen Meien ab dem Hut. Ich habe dir aber nichts darauf,
weißt du es nur.« Da sagte Uli: Bös wolle er es nicht machen, er hätte es für
einen Spaß angesehen. Wenn es es aber so nehme, so wolle er ihm gerne seinen
Meien geben und, wenn es wolle, heimgehen; sie könnten mit dem Kohli wohl
fahren, er sei sicher. Vreneli nahm den Meien und sagte: »Dankeigist!« Aber die
Base sagte: »Ich hätte ihm ihn nicht gegeben, ihr habt euch einander nicht zu
verschämen.« »Und kurz und gut, Base, sei das, wie es wolle, so will ich nichts
davon, und zu den Hochzeitleuten will ich nicht, und wenn Ihr nicht mit mir in
die Gaststube kommen wollt, so laufe ich heim auf der Stelle«, begehrte Vreneli
auf. »Das ist mir doch afe es Meitli, das,« sagte die Base. »Uli, wenn ih dih
wär, su nähmt ih das uf e Gunte.« »Mira, nehm ers, wenr will; aber ih hätt bald
gseit, Üli syg witziger as anger Lüt und heig o selber nit Freud a öppis Dumms
eso.« »Wart ume, Vreneli,« sagte die Base, »es wird dir o scho angers cho, zell
druf. E Hochzytere z'si ist doch de am Eng e schöni Sach.« »Was, e schöni Sach!
E arme Tüfel isch e Hochzytere,« sagte Vreneli. »Hochzyt ha isch no viel ärger
as Sterbe. Bim Sterbe weiß me doch no öppe, ob me selig wird oder ob eim dr
Tüfel nimmt, bim Hochzyta cha me gar nüt wüsse. We me meint, dr Himmel syg voll
Gyge, su sys zletzt luter Donnerwetter. U we me meint, mi heig dr Freinst, su
isch es de zletzt, we me recht luegt, dr wüestisch Hung.« »
