, so machte das wieder vier Kronen. Übersprang er
drei Tanzsonntage, so brauchte er doch, wenn er mit dem Geiger abschaffen musste,
ein Mädchen haben und, wie es der Brauch war, voll heimgehen wollte, wenigstens
eine Krone und manchmal einen Fünfunddreissiger für jeden der drei übrigen
Sonntage. Jetzt hatte er für Märkte, Musterungen und die übrigen Hudeleien nur
noch drei Kronen. Mit dem, dachte er, sei es doch wirklich nicht
menschenmöglich, auszukommen. Schon zwei Märte und die Musterung brauchten mehr
als das, für das Andere hatte er also gar nichts. Er rechnete immer von neuem,
probierte an den Kleidern, an den andern Ausgaben abzuschränzen; aber das Ding
ging nicht. Er musste doch gekleidet sein, musste waschen lassen, barfuß konnte er
auch nicht laufen. So brachte er, er mochte rechnen wie er wollte, immer die
traurige Wahrheit heraus, dass er, statt vorzuschlagen, zu wenig hätte.
    Als er einst so in seine trostlose Rechnung vertieft war beim Grasen und
immer von vornen anfing und hintenaus immer zu wenig hatte und eben bei sich
feststellte, es muss dem Meister nicht recht im Gring sein, so ein Bauer wisse
nicht, was ein Knechtlein alles brauche; ein Bauer brauche nichts waschen zu
lassen, nehme Schuhmacher und Schneider auf die Stör und hätte am Ende vom Jahr
alle Schöpplein vergessen, welche er getrunken, weil er sie seinem Geld nicht
anmerke; wie er so verstaunet stund, tönte es hinter ihm: »Bist am Grase?« Wie
von einer Schlange gebissen, fuhr Uli auf, und Anne Lisi stund neben ihm. »Ich
habe geglaubt«, sagte Anne Lisi, »du seist krank, dass du nicht zu mir gekommen
bist. Ich sah allenthalben auf dich und konnte dich doch nirgends erblicken. Da
konnte ich es nicht mehr erleiden vor Längizyti, es hat mir fry das Essen
gestellt. Ich habe schon gestern dort hinter dem Hag auf dich passet, aber du
bist nie allein gewesen. Es dünkt mich, es hätte mir schon gewohlet, dass ich
dich nur sehen kann. Aber Uli, mi Uli, warum bist jetzt mehr als vierzehn Tage
nicht zu mir gekommen? Das ist doch nichts gemacht von dir. Ich bin manche Nacht
durch immer mit dem Kopf auf dem Ellbogen gewesen; es het mih düecht, du müsstest
kommen. Warum bist du nicht gekommen?« So angedonnert war Uli in seinem ganzen
Leben nicht gewesen. Er kannte Anne Lisi, hatte ein böses Gewissen gegen ihns
und durfte ihm nicht sagen, dass er nie mehr zu kommen gedenke. Zu diesem war er
fest entschlossen, es war ihm zu angst gewesen, und jetzt kam ihm die Angst in
verdoppeltem Masse wieder
