 wohl das beste Schmöckwasser zu kaufen bekomme, zu Bern
oder zu Burgdorf, oder ob es dasselbe sollte von Neuenburg kommen lassen? Man
hätte ihm gesagt, dort schmöcke man weitaus am besten weit und breit. So hatte
ds Elisi fast Tag und Nacht zu tun, und die Mutter sagte manchmal: Sie wollte,
sie hätte nichts davon gesagt oder sie wären schon dort, das Meitschi werde ihr
noch zum Narren; sie hätte ihr Lebtag noch nie so tun sehen.
    Als die Mutter endlich auch ans Einpacken denken wollte war kein Platz für
sie. Ds Elisi hatte schon zwei Koffern gefüllt, und eine Menge Sachen sollten
noch mit, aber man wusste nicht wie. Die Mutter meinte freilich: Elisi könnte
füglich dies und jenes daheim lassen, sechs Tschöpli brauche es doch nicht, und
an zwei Kitteln wäre es wohl auch genug Aber allemal, wenn die Mutter so etwas
sagte, so weinte das Meitschi, und statt etwas wegzutun, riss es Neues hervor,
noch mehr Kittel, noch mehr Tschöpleni, und Gloschleni ohne Zahl. Joggeli hatte
eine Art Galgenfreude daran und riet ihnen, sie sollten eine Zügelkiste von Bern
kommen lassen; man hätte dort welche, wie ein kleines Ofenhaus, da könne man am
kommodsten einpacken, nicht nur Kittel und Gloschleni, sondern die Sachen
mitsamt den Schäften und Trögen, da werde doch am wenigsten verrumpfet. Dem
Elisi gefiel das gar wohl, und Uli sollte auf der Stelle fort, eine solche Kiste
zu holen. Aber die Mutter, wie auch ds Elisi weinte und tat, wollte das durchaus
nicht zugeben. Sie wolle nicht in die Brattig, sagte sie, und was würden die
Leute sagen, wenn sie mit einer solchen Kiste dort ankamen, man könnte sie viel,
leicht nur nirgends hintun. Es sei schon viel gemacht, dass sie mit einem solchen
Narr in den Gurnigel gehe, sie brauche nicht noch eine solche Kiste. Sie ginge
gar nicht, wenn es ihr nicht der Doktor befohlen hätte und sie fürchten müsste,
das Meitschi hintersinnete sich. Er sei immer der Wüstest, sagte sie zu ihrem
Mann; statt etwa einen guten Rat zu geben oder dem Meitschi abzubrechen, treibe
er nur das Gespött mit ihnen. Sie wisse wohl, am liebsten wäre es ihm, wenn sie
gar nicht gingen, und es hätte ihn von jeher jeder Kreuzer gereut, den er für
sie hätte ausgeben müssen, und doch sei sie auch nicht mit leeren Händen
gekommen. Dann sagte Joggeli, sie hätte das Meitschi so gemacht, ihm zu allem
z'best geredet; sie könne es jetzt haben, wie es sei, er wisse nichts zu machen.
Sie wolle doch nicht alle Schuld tragen, sagte sie. Wer ihm immer
