 habe ich lieber gewollt,
ich hätte dich nicht angetroffen. Es freut mich, dass es nicht so ist, ich hätte
auch noch Schmutz davon auf den Ärmel gekriegt. Jedenfalls hätte es mich
geärgert, wenn du es auch so gemacht wie andere Lusbueben.« Aber öppis werde
doch an der Sache sein? He, sagte Uli, er wolle nicht leugnen, dass er nicht
glaube, die Tochter wollte ihn und es wäre zu erzwingen, wenn sie recht
ansetzten. Und es hätte ihn allerdings düecht, für ein armes Bürschli, wie er
sei, wäre das ein großes Glück, besser machen könnte er es nie. »Das wird doch
wohl das bleich, durchschynig Meitschi sy, wo geng ab em Luft muess, wenn ers nit
näh soll?« fragte Johannes. »Öppe gar ds Brävst ist es nicht,« sagte Uli, »es
ist magers und ungsüngs; aber es werde ihm schon bessern, wenn es einen Mann
habe, hat der Doktor gesagt; aber hunderttausend Pfund bekommt es.« »Höcklets no
geng so da ume, oder rührt es auch etwas an, macht es die Haushaltung?« fragte
Johannes. »Werche tut es nicht viel, und in der Küche ist es wenig, aber schön
lismen kann es und mit Krällene allerlei Styfs machen. Aber wenn es den Hof
einmal bekommt, so vermag man eine Köchin zu halten. Wenn es nur hie und da
nachsieht, es braucht ja nicht selber alles anzurühren,« meinte Uli. »Jä, für
nachezluege muss man die Sache selbst verstehen; das ist gar dumm, dass man meint,
wenn eine Frau bei einer Sache hocke, so sei damit alles getan. Es kann zum
Beispiel eine Frau lang in einer Apotek hocke und lismerle, die Knechte können
doch machen, was sie wollen,« sagte Johannes. »Aber es het mih düecht, es lueg
gar ulydig dry und gränn eim nume so an, statt eim auch es freundlich Wort
z'gä.« Es fehle ihm viel, sagte Uli und es sei gar ein Empfindliches. Aber wenn
es einen freinen Mann hätte und öppe zu tun, so viel es möcht, dass es sich ein
wenig vergessen könnte, es würde ihm schon bessern. Es sei doch nicht, dass es
dann nie könne freundlich sein. Es könne bsunderbar flattieren, und wenn man den
Hof recht werche so könne man darauf wenigstens zehntausend Garben machen und
zwar nur Korngarben. Das sei viel, sagte Johannes, und solche Höfe gebe es nicht
mehr viel im Kanton. Aber wenn man ihm die Wahl ließe, einen gfreuten Hof und
eine ungfreuti Frau dazu oder keins von beiden, er wollte hundert, mal lieber
das
