 der Karrer käme wieder. Eigentlich sei der Melcher an allem schuld, der
habe immer alles hintereinandergereiset und der Karrer es nicht besser gsinnet.
Es sei ihm jetzt leid, er sehe sein Unrecht ein. Der Melcher aber sandte eine
gleiche Botschaft an Uli, ließ ihm einen Neutaler versprechen, wenn er mache,
dass er wieder darkomme. Der Karrer sei an allem schuld, wenn der nicht dagewesen
wäre, so hätte der Melcher nicht daran gesinnt, so wüst zu tun. Sobald er zu
Uli komme, wolle er ihm sagen, was der Karrer für einer sei. Er wisse noch
Sachen, woran jetzt niemand sinne.
    Als Uli dängelete, kam Joggeli zu ihm und sagte: »Der Karrer wäre neue
Sinns, wieder zu kommen; er hat neue gmurbet, der Melcher syg neue an allem
schuld. Es wird wohl am richtigsten sein, wenn man ihn wieder kommen heißt? Er
ist sich gewohnt hier, ein Neuer muss man erst wieder brichten, wie man es haben
will.«
    »Meister,« sagte Uli, »das könnt Ihr machen, wie Ihr wollt, aber mit dem
Karrer will ich nichts zu tun haben. Der Melcher hat mir einen Neutaler
versprechen lassen, wenn ich ihm z'best rede, und gibt dem Karrer an allem
schuld. Es ist Einer wie der Andere, ich kehre nicht die Hand um. Und so gewiss
einer wieder kommt, so haben wir wieder Streit.«
    »Jä nu,« sagte Joggeli, »so ists. Aber was meinst denn, was sollen wir
anfangen, wenn dir kein Anderer recht ist? Gwerchet muss die Sache doch sein, so
kann es nicht länger gehen«
    He, sagte Uli, er glaube, die Sache sei gwerchet worden so gut, als wo der
Melcher und der Karrer dagewesen. Mit dem Heuen seien sie ja bald fertig und
hätten trotz dem schlechten Wetter weit weniger lang daran gemacht, als die
Leute sagen, dass man andere Jahre daran gezogget habe. Er glaube nicht, dass
etwas versäumt worden sei. »Du bist doch afe so prüssische, Uli,« sagte Joggeli,
»man kann gar nicht mit dir reden.« »He nei, Meister,« sagte Uli, »aber ich habe
auch gemeint, ich schaffe, dass öppe nit viel dahintenbleibt, und da macht es
mich taub, wenn ich immer hören muss, ohne Melcher und ohne Karrer gehe es
nicht.« »Ja, das habe ich nicht gesagt,« antwortete Joggeli, »verstehe mich
wohl. Aber was soll dann gehen? So kann es nicht bleiben. Jemand muss herzu.«
»Ja,« sagte Uli, »das meine ich auch,
