 unter dem Beding, wenn sie ihm versprechen wollten, bald zu ihnen zu
kommen, so könne ihr Bub die aschgraue Mähre nehmen; er müsse aber dann dem
Johannesli einen hasengrauen Bock geben, ein Fotzelküngeli, sie hätten deren
Böcke zwei, die plagten einander nur. Als das Johannesli hörte, vergaß er das
Weinen, und der hasengraue Fotzelbock kam ihm so lange im Traum vor, bis er ihn
wirklich in Händen hatte.
    Auf dem Wege aus dem Garten nach den Pflanzplätzen waren Trini und Eisi
zufällig zu diesem Handel gekommen. Eisi machte diesen Spaziergang diesmal nicht
ganz so freudig wie sonst. Die Erdflöhe waren hinter dem Flachs gewesen, und das
Werch war etwas ungleich. Trini rühmte aber alles gar sehr, während Eisi es
ausmachte. Trini dachte freilich bei sich, während es rühmte: zur Zeit, wo es
daheim gewesen wäre, hätten sie viel schönere Sachen gehabt als jetzt, und
Kabislöcher, wie es sie daheim habe, seien hier auch keine. Als es den Flachs
sah, dachte es bei sich: Gottlob, der ist noch viel schlechter als der meine!
Indessen sagte es dieses nicht, sondern: Es sei gar schade, dass die Erdflöhe so
viel geschändet hätten; es wäre sonst der schönste Flachs, den es in diesem
Jahre noch gesehen; der seine sei viel leider. Aber Eisi sagte, das würde kaum
möglich sein. Gar schöne Rübli bewegten Trini etwas zum Neid, und es rühmte
dieselben besonders und sagte: Bei ihnen herum hätte es nie solche gesehen, und
wenn es von dieser Art Samen bekommen könnte, so wollte es dafür zahlen, so viel
man wollte; aber es wüsste nirgends welchen zu bekommen. Eisi musste sagen, es
wolle ihm schon geben, der nichts kosten solle. Trini sagte, es wolle gerne
zahlen, aber Eisi sagte: Was es doch denke! Bei sich dachte es: es werde es
niemand merken, wenn es schon andern Samen dareinmische. Endlich ließ sich Trini
bewegen, vom Bezahlen abzustehen; dagegen versprach es, es wolle, wenn sie zu
ihnen kämen, Eisi Bohnen geben, wie es sicher auch noch nie gehabt. Die Kifel
würden über einen halben Schuh lang, seien breit wie ein Daumen und doch so
zart, dass sie einem im Maul ganz vergingen wie Zucker. Eisi dankte gar schön,
dachte aber bei sich: da werde wohl etwas abzumärten sein; es könnte nicht
begreifen, wie Trini zu Bohnen käme, von denen es noch nichts gehört.
    Unterdessen war Johannes mit dem Schwager im Stall gewesen und hatte ihm
alle Herrlichkeit gezeigt. Es war mehr als ein Pferd herausgenommen worden, und
Johannes hatte gesagt, er hätte so und so viel lösen können, aber er gebe
