 Rüsten und mit dem Haspen magst du
dich gmühen, wie es noch Keiner gemacht hat. Und überall, wennd so fortfahrst,
so bin ich mit dir bsunderbar wohl zfriede und der Joggeli auch. Aber er kann es
nicht zeigen, und wenn er schon allbeneinisch e wenig wunderlich ist, so musst du
dich seiner nüt achten und deine Sache nur fortmachen.« Während sie ihm so
zusprach, nötigte sie ihm doch etwas vom Hammli und etwas aus der Flasche auf
und trug ihm noch auf, er solle morgen für Saumehl fassen, dr Joggeli brauch
eben nicht alles zu sehen. Er sage freilich nichts darwider, aber er hätte ihr
doch immer vor, wie viel sie brauche zum Säumästen. Verschleipfe wolle sie ihm
nichts, und er esse so viel von den Schweinen als sie, und so werde das wohl
keine große Sünde sein.
    Vreneli machte ein kurios Gesicht, als Uli mit seinem Schreibgeräte
dahergezügelt kam. »Was solls?« fragte es, »was kommt dich an?« »He, die
Meisterfrau hat mir erlaubt, am Sonntagnachmittag hier zu sein«, sagte er. »Beim
Küher mag ich nicht sein, droben ists mir zu kalt, und alle Sonntage ins
Wirtshaus will ich nicht.« Vreneli ging zur Base und sagte: Es habe nichts gegen
Uli, aber wenn es mit ihm ins Geschrei komme, so solle sie daran denken, dass sie
schuld sei, und der Vetter werd auch ein gspässigs Gesicht machen, wenn Uli tue,
wie wenn er da daheim wäre. »Du Göhl,« sagte die Base, »was hab ich machen
sollen, wo er mich gefragt? Und er ist doch auch kein Hung, wenn er schon ein
Knecht ist, und zuletzt ist es doch besser, er sei da, als dass er uns beim Küher
hilft ausführen und dr Plätz machen.« »Wie gesagt,« sagte Vreneli, »ich habe
nichts darwider; allein sinnet dann daran, dass ich nicht schuld bin, wenn
allerlei geredet wird.«
    Das ärgerte allerdings den Joggeli den nächsten Sonntag gar sehr, als er Uli
Platz nehmen sah, und die gute Mutter hatte manches Stichwort auszustehen, ja
sie sollte ihn schicken. Das wollte sie aber doch nicht, er könne es ihm selber
sagen, sagte sie; das wollte aber Joggeli nicht.
    Nicht minder grännete ds Elisi, wie ihr die Mutter sagte. Die packte
gewöhnlich alle Nachmittage ihren Kram aus, sonnete ihn und packte ihn dann
wieder ein in die schonen Druckleni: Krälli, Seidenfaden, Ketteli, Ringe, Häfte,
Tüchleni, Mänteli; sie hatte manchmal damit, wenn es sie recht ankam, den ganzen
Tisch überlegt und alle Stühle dazu, hielt
