 Kind, das fürchtet, der Vater laufe ihm fort, und als er
ihm die Hand geben wollte, so sagte Uli, wenns ihm erlaubt würde, so wollte er
noch einen Plätz mit ihm fahren; er wisse nicht, wann er ihn wieder sehe. »Und
wie gefällt es dir?« sagte Johannes, sobald sie vom Hause weg waren. »O Meister,
ich kann nicht sagen, wie es mir ist. Ich bin an vielen Orten gewesen, aber so
habe ich es nirgends angetroffen. Da ist, helf mir Gott, nirgends keine Ordnung.
Die Bschütte läuft in den Stall, der Mist ist noch nie recht ausgemacht worden,
die Rosse stehen hinten höher als vornen, am Stroh ist noch das halbe Korn, auf
der Bühne ist es Gsau, das Werkzeug sieht aus, man darfs nicht ansehen. Sie
sehen mich alle an, als ob sie mich fressen wollten. Entweder geben sie mir
keinen Bescheid oder messen mir unverschämte Worte zu, dass es mih düecht, ich
muss ihnen eine zum Grind geben.« »Häb Geduld und lyd dih,« sagte Johannes.
»Fange hübscheli an, nimm sHeft unbemerkt, mach selbst, so viel du kannst, sag
alles mit Manier und lueg, dass du sie nach und nach äne ume bringest oder
wenigstens Einige auf deine Seite. So warte eine Zeitlang und lueg, wie es geht
und bis du recht gut mit allem bekannt worden bist, dass du siehst, wo du am
besten zwegkommen magst. So grad afangs dryzschiesse, trägt nichts ab; man kennt
die Sache gewöhnlich zu wenig und greifts nicht recht an. Wenn du dann weißt,
woran du bist, und gutet es nicht, so turniere dann einmal recht aus dem ff aus,
damit sie wissen, woran sie mit dir sind, und mach, dass Einer oder Zwei fort
müssen, es wird dann schon bessern. Darneben habe nur guten Mut, du bist ja kein
Sklave, kannst gehen, wann du willst. Es ist aber eine Lehrzeit für dich, und je
mehr ein junger Mensch ausstehen muss, desto besser ist es ihm. Du kannst da viel
lernen, kannst lernen Meister sein, und das ist eine größere Kunst als du
meinst, und es ist mir immer, als könnest du da so recht dein Glück machen und
ein Mann werden. Mach nur, dass du es mit dem Weibervolk wohl kannst, aber doch
nicht, dass der Alte misstreu wird; wennds mit denen kannst, so hast du schon viel
gewonnen. Aber wenn sie dich zu viel nebenausrufen wollen zu einem Kaffee, so
tue es nicht; hebs wie die Andern, und im Werche sei immer voran, so müssen sie
