 sich selbst aus, sagte ein Paar Dummheiten, und machte sich dadurch
lächerlich; und sein erstes Geschäft bei unserm flüchtigen Begegnen auf der
Reise durch die Residenz war, alles das Üble, was er sich zu schreiben erlaubt
hatte, wieder zurückzunehmen, und Elise so hitzig, so übertrieben zu
verteidigen, dass man gleich sah, wie ihn die Koquette verstrickt hat.
    Mir ist es einerlei! Aber es gab doch eine Zeit, wo er ganz, gewiss ganz
anders fühlte. Mama sagt, er wäre sehr bornirt, und wie ein Blatt Papier, auf
das ein Jeder schreiben kann, was er will. Im Grunde hat sie recht, aber sie
fand ihn sonst doch sehr interessant.
    Erzähle doch das Alles gelegentlich, wenn die Herrschaften bei Laune sind.
Der Fürstin Mutter wird es willkommen sein. Es ist dies Wasser auf ihre Mühle,
denn man sagt, sie hasse Elise, seitdem sie sich ihretwegen einmal mit dem
regierenden Fürsten, nach der bekannten Kour, entzweit hat. Noch Eins. Es sind
immer noch keine Nachrichten von Leontin eingelaufen. Der alte Baron kehrte vor
einigen Tagen zurück. Man weiß nicht, ob er den Sohn aufgefunden hat? Er sieht
Niemand. Mama erkundigt sich sehr genau nach Allem, was hierauf Bezug hat, denn
wie Du weißt, fällt die Erbschaft der Tante, im Fall Leontin ohne Nachkommen
stirbt, seinen nächsten Verwandten von mütterlicher Seite zu, und das sind wir,
denke ich.
    Es sollte mir aber doch leid tun, um den hübschen, jungen Menschen, wenn er
stürbe. Lieber hätte ich ihn noch geheiratet, ob er gleich wie der steinerne
Gast im Don Juan aussieht.
    Der Justizrat war eben bei Mama. Er behauptet, Elise heirate den Grafen
gewiss, für den Dispens würde der Komtur schon sorgen, dem Alles daran liege,
dass der Neffe sich fixire und den Namen der Familie erhalte. Mein Gott! als wenn
es nicht mehr Partien im Lande gäbe, als solch' durchaus unschickliche. Mama
glaubt auch nicht, dass es wahr ist, sie behauptet, der Komtur besitze zu viel
Delicatesse.
    Nun genug, da hast Du Stoff, aus dem sich in der Stadt etwas machen lässt, um
die Konversation zu beleben.
    Lebe wohl, Du Glückliche! Ich vergehe hier vor Langweile.
 
                        Der Präsident an den Justizrat
In aller Eile bitte ich Sie, geehrter Herr! mit dem Verkauf meines Landhauses zu
eilen. Ich habe Gründe, weshalb ich es, sobald als möglich, in andern Händen
wissen möchte. Nur empfehle ich Ihnen Behutsamkeit und Stille. So geheim wie
möglich, verstehen Sie wohl! Keinen Termin, keine öffentliche Anzeige. Ein
sichrer Käufer, gleichviel wess Standes und Ortes! Nur fort
