
zweidotteriges Straussenei des Autors, das ich vom Buchbinder auf diese Weise
habe ausblasen lassen, weil die meisten Leserinnen zu kalt sind, es auszubrüten
- ist jetzo ganz leicht. Aber von den deutschen Romanen werd' ich niemals eine
solche Futteral-Ausgabe von leeren Zeremonienwagen des Musen- und Sonnengottes
veranstalten, weil ich befahre, der Buchhandel schreie über Nachdruck. - Ich
wäre ein glücklicher Mann, wenn sich die Mitleserinnen meiner
Leih-Kapselbibliotek nur zweimal in einigen italienischen und portugiesischen
Büchereien hätten herumführen lassen; sie würden in diesen, wo oft nur die Titel
der Werke - und noch dazu der dümmsten - an die Wand geschmieret sind, erstaunet
sein, welche schlechte Figur solche unbrauchbare Bibliotheken neben meiner
Bücherei von ordentlichen Vexierbüchern, die ich aus so vielen Fächern und mit
einigem Eigensinn wähle, nicht anders als machen können. - So werden freilich
deutsche Kapselleserinnen von euch Portugieserinnen nimmermehr eingeholet!
Vielmehr kommen jene sogar den Männern, den Advokaten und Geschäftleuten nach,
die ähnliche Kapsel-Journalistika mitalten und die Futterale der besten
deutschen Journale - letztere werden oft als curiosa sogar den Kapseln angebogen
und füttern diese aus - mitlesen und weitergeben.... Das ist mein Plan und
Entwurf; Schafe aber würden mutmaßen, ich spasste mich hier bloß herum, wenn ichs
nicht wirklich durchsetzte.
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Mädchen. Junge Mädchen sind wie junge Trutühner, die schlecht gedeihen, wenn
man sie oft anrührt; und die Mütter halten diese weichen, aus Blumenstaub
zusammengeflossenen Geschöpfe wie Pastellgemälde so lange unter Fensterglas -
weil sich alles vor uns Prinzessinnenräubern und Obstdieben scheuet -, bis sie
fixieret sind. Indessen ist weder Einsamkeit - welche nur zu einer ungeprüften
Unschuld führt, die zwar nicht vor dem Wüstling, aber doch vor dem Heuchler
fällt - die rechte Kronwache um ein weibliches Herz, noch Gesellschaft, noch
Arbeitsamkeit - sonst sänke kein Landmädchen -, noch gute Lehren - denn diese
sind in jedem Mund und in jeder Lesebibliotek zu haben -: sondern diese vier
ersten und letzten Dinge auf einmal tuns, die sich sämtlich entbehren,
vereinigen und ersetzen lassen durch eine tugendhafte weise Mutter.
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Namen der Grossen50. Wenn ich so sehe, dass sie ihre ausserehelichen Mess-Produkte,
Gelegenheitschriften und pièces fugitives so namenlos, als wärens Rezensionen,
verteilen: so sag' ich: »Hieran erkenn' ich echte Bescheidenheit.« Denn
natürliche Kinder sind gerade ihre besten und ihre eignen und können noch dazu
vom Fürsten für echt erklärt werden - indes ihre übernatürlichen in der Ehe das
Echtmachen entbehren müssen -: und doch wollen sie der Welt den Namen des
Wohltäters nicht wissen lassen, sondern schaffen ebensooft (ja öfter) heimlich
Leute in sie hinein, als aus ihr hinaus. Was das Kind sonst zuerst aussprechen
lernt,
