 dass
die Ursache ganz schlecht sei, aber der Erfolg davon wird oft recht
niederträchtig. Ich glaube, dass der Mensch auf recht verschiedenen Wegen schlimm
werden kann, aber dafür hat der Mensch auch seinen Verstand, um sich vor solchen
Abwegen zu hüten. Nehmen Sie mir mein weitläuftiges Geschwätz nicht übel, denn
es kommt wirklich aus dem Herzen. - Ich lebe hier sehr froh und vergnügt, wie
ein Vogel in den Lüften und in den grünen Baumzweigen. Ich suche, soviel es mir
in meinem Alter noch möglich ist, meinem Schwiegersohne auf irgendeine Art
nützlich zu sein, ich führe daher eine fleißige Aufsicht über den Garten, und
mit meinen Augen bessert es sich täglich und zusehends, so dass ich diesem
Geschäfte mit Bequemlichkeit vorstehen kann. Mit dem Gärtner, der ein etwas
eigensinniger, aber sonst ganz guter Mann ist, habe ich manchen Streit, er
bildet sich ein, einen gewissen guten Geschmack zu haben, und will mir den
Garten immer viel zu künstlich machen. Man muss aber bei einem Manne eine
Schwäche übersehn, wenn er sonst gute und lobenswürdige Eigenschaften hat, und
die kann man wirklich dem alten Thomas nicht so ganz und geradezu abstreiten:
nur hat er ein Unglück, welches vielen älteren Leuten begegnet, dass er sich für
klüger hält, als er wirklich ist, er macht mir daher oft mit seinen langwierigen
Gesprächen eine ziemliche Langeweile. Er wurde neulich sehr böse, als er
manches, was er eingerichtet hatte, wieder einreissen musste, aber die Ordnung
machte es nötig. Die Jagd hatte mein Schwiegersohn und sein seliger Vater fast
ganz eingehn lassen, aber ich denke sie noch mit Gottes Hilfe wieder in Flor zu
bringen. Es wäre sonst wirklich um das schöne und herrliche Revier schade.
    Meine Tochter ist immer munter und vergnügt, dabei ist sie außerordentlich
gesund, und liebt ihren Mann ungemein; und wie sollte es auch möglich sein, dass
sie ihn nicht liebte? Jedes Kind muss ihm gut sein, und ich habe hier auch noch
keinen Menschen getroffen, der ihn nicht leiden möchte; selbst die schlechten
Menschen mögen ihn gern. Nur von einem gewissen Lovell habe ich hier unter der
Hand manches gehört, der sein unversöhnlicher Feind sein soll, dieser muss dann
gewiss ein äußerst schlechter Mensch sein. Er ist aus Italien hiehergekommen, und
hat hier die italienische Mode mit Vergiften einführen wollen, aber das geht in
unserm England nicht so, wie er vielleicht gedacht hat, und darum hat er auch
heimlich wieder abreisen müssen. Man sagt, er sei in der Fremde gestorben, und
ein solcher Mensch verdient auch nicht, dass er lebt, denn er wendet sein Leben
nur zum Schaden und zur Ärgernis seiner Nebenchristen an, und das ist auf keinen
Fall
