 (wie noch schwächere
Menschen) es erhoffen, sondern alles erstreben würden! - Hosianna! Wenn dieses
Ackerwerk und dieser gute Samen nicht vorausginge, was hülfen die besten
Educationsanstalten? Eine geknickte Lilie begiessen, von einem wurzellosen Baume
Früchte fordern - wer kann das?
    Die Zeremonien bei der Aufnahme waren bei Josaphat gar nicht verhängt. Ich
könnte sie in Lebensgröße mitteilen und würde es, wenn man sich hier nicht wie
gewöhnlich Ordensmühe gegeben hätte, Anlagen durch Göttermaschinerien und
Episoden aufzustutzen. In den Tälern, sagte Michael, ist in der Regel weniger
Licht als auf Bergen. Und die
                                    §. 144.
                                        
                                   Bergorden?
Freilich weder auf Moria noch auf Garizim ist den Menschen zu helfen; denn es
ist eitel Betrug mit allen Hügeln und Bergen, den Berg aller Berge, der jetzt in
Paris Gesetz gibt, nicht ausgenommen. Cultivirt der Mensch nicht seine
intellektuellen Kräfte, bleibt sein Charakter unveredelt, erhöht er sich nicht
zum Selbstgenuss, was helfen Täler und Berge? Doch soll Schwärmerei auf Gebirgen
Hütten bauen? Ist das Empfehlung? Ist in gigantischen Systemen von Schwindelei
und in änigmatischen Vorträgen nicht mindestens eine Art von Kraftanstrengung,
von Seelenerhebung, wie auf unsern Bergen? Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Fängt man doch Wallfische mit Tonnen, sagte einst Johannes, warnm sollte man im
Orden sich mehr Mühe geben, wo gemeinhin nichts weniger als Wallfische zu fangen
sind! So viel ist gewiss, dass viele der Vergiften zu wissen glaubten, was sie
nicht wussten, und diese wollten andere in der Unschuld ihres Herzens glauben
machen, dass sie wüssten. Viele von den Bergen, so scheint es mir, hatten sich
nicht einmal die leichteste Mühe von allen gegeben zu glauben: es fehle ihnen an
Zeit, weil sie nichts zu tun hatten. Doch gibt es Torheiten, welche wegen der
hohen Zutat, die man hineinzulegen gewusst hat, nicht hassenswürdig sind; an
Liebenswürdigkeit würden sie grenzen, wenn nicht Faulheit ihr Hauptingrediens
wäre. - Und wie? ist der Mensch nicht Glaubensgeschöpf? glaubt er nicht von
Kindesbeinen an, bis er zum wirklichen Grabesorden kommt, wo es wahrlich am
Glauben nicht gebrechen muss? - Lasst gut sein! Gewisse Schwärmereien sind fast
unschädlich, sie verfolgen heißt sie befördern. Wer ein politisches Gebäude
stürzen will, wird nicht die Zinne desselben ersteigen und mit einem Brecheisen
seinen Endzweck kund und zu wissen tun allen, denen daran gelegen und nicht
gelegen ist - unmerklich wird er es untergraben, damit es bei dem Sturz so
aussehe, als hätte die Zeit es gestürzt. Man mache den Hypochondristen krank,
damit er einsehe, was krank sein heiße, und er wird gesund werden. Probatum est.
Man lasse den Hypochondristen hypochondrisch sein, denn er weiß sonst nichts mit
sich
