 der hochwürdige Herr euch den Glauben, um die Sache
zu verkürzen, in die Hand geben, und dass euer Seelsorger dem Liede: Erhalt' uns,
Herr, bei deinem Wort, eine Nottaufe angedeihen lassen, die so gültig ist als
die des hochwürdigen Herrn, da sein Herr Sohn in Gefahr war als Heide und Türke
in die Ewigkeit zu gehen? - Da war' er so schön angekommen, wie ihr heute, ihr
underufenen Totengräber, die ihr für andere eine Grube macht und selbst hinein
fallt, wie es in dem Liede: Erhalt' uns, Herr, bei deinem Wort, euch zuvor
verkündigt worden ist! Die Zunge, ihr Stümper, ist mit zwei Gliedern
Kriegsknechten umgeben, die auf die Wache gezogen sind, um dieser Gefangenen ja
nicht zu viele Freiheiten zu gestatten. - Ein Schwätzer ist ein undezahlter
Judas: er verrät ohne dreißig Silberlinge; allein er kann leicht zu vierzig
Schlägen weniger Eins kommen. Der Grenzstein wird nach der Schnur gelegt, ohne
auf die Steine Rücksicht zu nehmen, die schon da liegen. Wie heißt das vierte
Gebot und seine Erklärung? Wenn wechselseitig Eltern, Kinder, Herrschaft und
Gesinde, Obrigkeit und Untergebene ihre Pflichten erfüllen, dann geht es ihnen
wohl und kein Kummer, keine Übereilung kürzt ihnen das Leben, das ohnehin wenig
und böse ist. Bei den zehn Geboten hättet ihr bleiben, nicht aber in gelehrte
Materien, die heilige Taufe betreffend, euch einlassen sollen. Ich und meine
Herren Kollegen müssen heut zu Tage wachen und beten, dass wir nicht in
Anfechtung fallen; und ihr Esel geht, ohne dazu wie unser Einer von Gott und von
wegen des Konsistorii verpflichtet zu sein, auf das spiegelblanke Eis? - Schickt
euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. - Habt ihr denn nicht von den Weisen
aus Morgenland gelesen? da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut. Und so
ist es uns beiden gegangen, da wir die Ehre hatten hier anzukommen. Der Mensch
fällt ins Alltägliche, wenn er nicht festliche Tage hat, durch die er sich
erhebt, und ohne Gott und göttliche Dinge würden wir auf allen Vieren kriechen.
- Nur vermittelst dieser himmlischen Gegenstände sehen wir gen Himmel nach den
Sternen, ohne zu straucheln oder wohl gar zu fallen. Doch kommen Menschen nur
allmählig zu reinen Ideen von Gott. Erst Anbetung körperlicher Dinge, dann die
Lehren: Gott ist zu edel, um zu zürnen; er will nichts Willkürliches; - er kann
nicht beleidigt werden; - ich darf ihm nur glauben. - Nicht um Gutes zu tun, um
gut zu sein hab' ich ihn nötig, sondern zu meinem Troste - zu meiner
Herzstärkung, dass er meinen Zweck vollenden, ihn
