 ich will dich schon bezahlen. So
sollst Du mich nicht wieder zum Manne haben, und wenn du schön wärst wie ein
Kirchengel. Hast du einen andern genommen, so nehme ich mir eine andre, die
erste, die beste, aber eine Jungfer muss es sein. Ich bin ein alter Kerl, aber
eine Witwe ist nicht meine Sache. Weil ich nun so recht toll und böse bin und
vor Desperation durchaus wieder heiraten will, so sag ich zur Fräulein Hedwig:
der Donner und das Wetter, wenn nur gleich ein Kobold bei der Hand wäre, der
mich heiraten wollte: meiner ehrvergessnen Nille zum Trotz wollt ich mich auf der
Stelle mit ihm trauen lassen. Für die alten Jungfern ist das Heiraten ein gar zu
delikates Gericht. Was geschieht? der Rumpelkasten schmunzelt und schwänzelt so
viel um mich herum und schwatzt mir so nach dem Mäulchen und legt mir's so nahe,
dass ich in einer tollen Stunde herausplumpe und sie frage, ob sie mich haben
will. Höre, Sohn! das war, als wenn ihr der Blitz das Ja aus dem Halse führte.
Ich schlage ein, und wir werden kopuliert. Hinterdrein biss mich wohl der Wurm
ein bisschen, dass ich mich mit so einer vornehmen Trolle beklunkert hatte; denn
alles Vornehme ist mir zeitlebens bis zum Ekel zuwider gewesen. Aber es ist eine
brave Frau geworden, das muss ich ihr lassen, eine Frau, als wenn ich mir sie
bestellt hätte, eine Frau aus dem Fundamente. Meine Nille ist ein Lump dagegen,
ein rechter Lump, sag ich Dir. Es ist mir recht lieb, dass sich der Leinweber mit
ihr beseligt hat, so bin ich doch das Meerkalb los. Das hätt ich der dicken
Hedwig in meinem Leben nicht zugetraut, dass so eine gute Frau aus ihr werden
würde. Sie sieht freilich aus, dass man sie nicht gern von der Straße aufhebt,
besonders plagen sie itzo die Füße jämmerlich. Das alte Tier bildet sich etwas
anders ein und will es nicht Wort haben, dass es Flüsse sind, aber sorge nur
nicht, dass Du noch in Deinem dreissigsten Jahre, oder wie alt Du bist, ein
Brüderchen bekommen möchtest: es sind nichts als Flüsse, dabei bleib ich. Sie
milkt, sie bäckt und macht alles wie eine geborene Hausfrau und hantiert im Hause
herum wie ein Feldwebel: das muss alles gehen wie am Schnürchen, oder sie poltert
wie ein Drache und schlägt auch wohl mit Fäusten drein, wenn das Gesinde nicht
gut tut. Sie hat Dir Dein Gütchen, seitdem Du den Pachter abgesetzt hast, wieder
so in Ordnung gebracht, dass wir recht gut davon leben können; und dabei wartet
sie mir auf wie einem Fürsten, dass
