, was würde
mir dann fehlen? Im gemeinen Leben kennt man so was an der Livree; bei den
Buchstaben ist alles eins, nur dass einer ein besser Gesicht als der andere hat.
Die l gefällt mir über die Massen; ein schlanker Buchstab, und überhaupt bin ich
den Buchstaben gut, die gedruckt und geschrieben sich gleich sind, da weiß man
doch, woran man ist. Es wird mir herzinniglich lieb sein, zu vernehmen, wenn
mein lieber Vater wohl auf wäre, der keine i, geschweige denn eine a machen
kann. Für mich ist a der schwerste Buchstabe im ganzen deutschen ABC. Schwester
Trinchen, die so schrieb, wie ich, ehe ich auf die Akademie ging, wird wohl noch
nicht aufgeboten sein. Meinetwegen danke dem lieben Gott für gute Gesundheit.
Mir hat auf der Reise kein Finger, vom Daumen bis zum kleinen, weh getan und
meinen Herren auch nicht. Keinmal umgeworfen, aber alle Augenblick gedacht, es
fiele schon. Einem der andern Herren Passagiers kam eine meerschaumene Pfeife,
die in Kurland ihre zehn Bauern wert gewesen, unter das Rad, und noch einer
verlor seinen Hirschfänger, den er auch zu Hause hätte lassen können. Er war
noch dazu nicht von Adel und trug unter dem Hut eine baumwollene Schlafmütze.
Meine Herren pflegten zu sagen, dass er in einem Zuge wache und schlafe. Hätte er
den Hirschfänger nicht mit gehabt, wäre er nicht verloren gegangen. Er hatte
einen silbernen Griff. Das Gehenk schenkte er mir, weil ich ihm unterwegs
beisprang. Sonst war er bis auf den Hirschfänger und den Hut und Mütze in einem
Stück, bald hätte ich in einer Person geschrieben, nicht zu verwerfen. Schon
hatte ich eher Ew. Wohlehrwürden von allen diesen Dingen dies Glas Wasser voll
Nachricht erteilet, wenn ich nicht erst das Glas reinigen und läutern wollen.
Wird sich von selbst verstehen, dass ich mich im Schreiben sichtlich gebessert
habe, wofür ich nächst Gott meinen Herren dienstlich verbunden bin. Ein Apfel
fällt nicht weit vom Stamm, und wer nur Lust hat, kann schon auf der Akademie
was lernen, es sei großer oder kleiner Buchstabe. Ew. Wohlehrwürden danke ich
ganz gehorsamst für alles Gute und unter diesem Guten für die schöne Predigt, da
ich Abschied nahm und den Segen empfing, den Ew. Wohlehrwürden an diese Predigt
legten. Das ging mir alles durch Mark und Bein! So ein schöner Text, als wenn er
auf mich gemacht wäre. Niemand kann zwei Herren dienen! Ew. Wohlehrwürden
Erklärung vergesse ich nicht, solange eine Handvoll Leben in mir ist, dass
nämlich dieser Spruch so wie der vom Kameel-Nadelöhr und dem Reichen zu
verstehen sei. Ich habe alles gefunden, wie Ew
