 mit dem
hochgebornen Herrn ging, mag wohl wissen, wie's in Kurland bei Begräbnissen
gehalten wird; von unserer Manier weiß er keinen Teelöffel aufzuwaschen, das
ist ein Löffelchen wie mein kleiner Finger. - Der Jüngling würde mich sonst
ersucht haben, ein Wort aufs Grab zu sprechen, das mir immer zusteht, wenn die
Leiche nicht ins Gewölbe kommt, sondern in die Kirchhofserde. - - Ich sag' es
nicht des Gewinnstes wegen, denn seine Schöne (Ende gut, alles gut, sonst wäre
noch mancherlei und manches davon zu sagen, dass er sich ihr und sie sich ihm
verpfändet hatten; mein Sohn sollt' es nicht versuchen! doch sie ist tot),
seine Schöne, seine verstorbene Wilhelmine ist eines Geistlichen Tochter und er
Predigers Sohn; wie ich, wiewohl alles nur durchs Schlüsselloch, gehört habe.
Eine Krähe hackt der andern die Augen nicht aus. Ich hätte keinen Dreier
genommen, ob ich gleich es eben jetzt zum Fuder Holz nötig habe. - Doch wenn
ihr Nahrung und Kleider habt (an Holz ist nicht gedacht, wie es denn auch unser
Glaubensvater Luther bei der vierten Bitte, Gott weiß, warum, ausgelassen hat),
so lasset euch begnügen.
    Was ich also heute rede, das red' ich von Herzen; denn ich hab' es oft und
viel bemerkt, dass meine Grabreden oder Leichenabdankungen nicht ohne Segen
geblieben.
    Gott verzeih' mir die Sünde! Manchmal dacht' ich, wenn ihr alle aufs Grab
weintet, so, dass die Tränen ordentlich drauf zu kennen waren, der selige Mensch
werde bald aufgehen - und ich hätte die Ehre gehabt, diese Pflanze Gottes auf
seinem (nämlich Gottes) Acker zu begrüßen.
    Wenn man recht herzlich weint, hat man nicht Zeit, an einen Schwamm zu
denken; und es ist wahrlich ein schöner Anblick, so natürlich weg weinen zu
sehen. - Aber wieder auf das Leben und die Mahlzeit zu kommen.
    Kennt ihr, lieben getreuen Nachbaren und desgleichen, kennt ihr was
Angenehmeres als eine gute Mahlzeit? - Ich glaube, es tut den Engelchen leid,
wenn sie uns essen sehen, dass sie es nicht auch können. - Der liebe Gott hat uns
alle, nach dieser Welt, mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch bitten lassen -
das wird schmecken! Freilich werden nur bloß geistliche Gerichte aufgetragen
werden, aber man sieht doch daraus, dass der liebe Gott selbst an Essen und
Trinken denkt und wohl weiß, dass uns der Mund alsdann eher nach dem Himmel
wässern werde, als wenn er gesagt hätte, wir sollten mit Abraham, Isaak und
Jakob dort eine lange Predigt anhören. Wenn ihr so mit euren gesunden Kinderchen
um den Tisch euch lagert und
