. Anton will, das will ich auch. Er versteht die Sache besser, als
unser eins. - Anne! (zu der Magd, die eben Bier und Wein brachte). Sag dem Sixt,
er soll hereinkommen; der Herr Pater woll was mit ihm sprechen! - Sie wissen
einem das Herz im Leib so weich zu machen, Ihr Wohlehrwürd! Es ist mir schon
ganz anders zu Mute, und schier kommt mirs vor, als ob ich bisher Unrecht
gehabt hätte. Ja, ja, wie Gott, und der Herr Pater will, pfleg ich so zu sagen.
Da kommt er schon! - Sixt, der Wohlehrwürdige Herr will dich etwas fragen. Komm
nur näher her! Darfst dich nicht fürchten.
    P. Anton. Sixt, ich hab gehört, ihr habt ein Mädel hier im Dorfe?
    Sixt. Ja, Herr!
    P. Anton. Und wollt nicht von ihr ablassen?
    Sixt. Ach ich kann nicht, Wohlehrwürdiger Herr! (und hier schossen ihm die
Tränen in die Augen.)
    P. Anton. Und warum denn nicht? Da's doch euer Vater nicht gut heißt?
    Sixt. Ja, Herr Pater, das ist so eine eigne Sache; wenn man schon will, man
kann nicht. Ich hab schon hundertmal drüber geweint, und allerlei im Sinn
gehabt; aber wenn ich wieder an sie denke, und an den Eid, den ich ihr getan
habe, und dass sie so brav und gottsfürchtig ist, und mich so von Herzen lieb
hat, dass sie drüber zu Grund gehen würde; dann ists, als ob ich mit hundert
Haken wieder zu ihr hin gezogen würde, und sie in Zeit und Ewigkeit nicht lassen
könnte. - Nein, bei Gott, ich kanns nicht! Bei allen Heiligen will ichs
schwören, dass es kein Eigensinn ist! Ich tu sonst so willig, was mein Vater
will; er muss es selber sagen. Aber wenn ich meine Regine nicht haben soll, das
hieß mir Gift geben, da will ich mich lieber lebendig braten lassen. Jedermann
muss mir's Zeugnis geben, dass nichts an ihr auszusetzen ist, und dass wir nie
nichts Unrechtes miteinander vorgehabt haben. Sehen Sie nur, Herr Pater, es ist
ein engelschönes Mädel, frisch und rasch, zu aller Arbeit aufgelegt; ihre Eltern
sind auch brave Leut, die sie christlich und wohl erzogen haben. Sie versieht
das ganze Hauswesen, seit die Mutter krank ist; den ganzen Tag sieht sie bei der
Arbeit nicht auf, wenn auch ich zu ihr käme. Alle Menschen sind ihr gut; sie
hätt schon zehen Bauern haben können, die noch reicher sind, als ich; aber sie
will keinen
