 Gift! rief Pedrillo, ich denke das ist genug gesagt. Sie wird mir
was aufsetzen! Ihr wollt sagen, sie werde mir Hörner aufsetzen - -
    Ich will eben nicht sagen Hörner, aber doch so was - so was das die Stirne
jucken macht, so - eine Art von Sprossen. Kurz und gut, wenn du ein eigenes Haus
kriegst, so lass auf mein Wort die Türen so hoch machen als du kannst; in
dergleichen Umständen kann man nie zu vorsichtig sein. Aber ich verderbe hier
meine Zeit; ich denke, ihr habt für euer Geld so viel gehört, dass ihr zufrieden
sein könnt; ich habe Geschäfte. Lebt wohl, meine Kinder, bis wir uns wieder
sehen.
    Mit diesen Worten ging die Zigeunerin ihres Weges, und ließ den guten
Pedrillo in keiner geringen Verlegenheit, was er von ihr denken sollte. Zum
Henker, rief er, indem er nach seinem Herrn lief, der sich in großem Unmut unter
einen Baum geworfen hatte, wenn diese alte bucklichte Hexe keine Fee ist, wie
ihr sagtet, so redt der böse Feind leibhaftig aus ihr. Das ist einmal gewiss, dass
es mit ihrer Wahrsagerei nicht natürlich zugeht. Wie konnte sie wissen, dass ihr
in eine Prinzessin verliebt seid, und dass die Prinzessin ein Papilion ist? Und
hat sie mir nicht die Frau Beatrix so natürlich beschrieben, als ob sie sie
selbst gemacht hätte? Und doch ist gewiss, dass sie uns heute zum erstenmal
gesehen hat. Was sagt ihr hierzu, gnädiger Herr? Ich für meine Person gestehe
euch, dass ich mich eher zum Gimpel sinnen würde, eh ich aus allem diesem
verfluchten Zeug klug werden könnte.
    Don Sylvio, der in tiefen Gedanken da gelegen war, und auf die Reden seines
Reisegefährten keine Acht gegeben hatte, wachte jetzt auf einmal auf. Höre,
Pedrillo, sagte er, ich will dir meine Gedanken von dieser Begebenheit sagen,
und ich bin gewiss, dass ich mich nicht betrüge. Aber, wo ist die Zigeunerin
hingekommen.
    Verschwunden ist sie, gnädiger Herr, ich weiß selbst nicht wie? ich guckte
nur einen Augenblick auf die Seite, und wie ich wieder herüber sah, da war sie
weg.
    Ich gestehe dir, Pedrillo, fuhr Don Sylvio fort, dass ich nicht gleich im
Stande war mich zu fassen, da sie mir die Untreue der Prinzessin anzukündigen
schien; anfangs nicht, denn du hattest es ihr aus Unbedachtsamkeit auf die Zunge
geleget; aber der Umstand, dass es ein Papilion sei, dem ich aufgeopfert werde,
war eine zu starke Bestätigung meiner vorigen Besorgnisse, als dass ich hätte
gelassen bleiben können. Allein seit dem ich allem dem, was sie sagte (denn ich
erinnere mich
