 geht dir jetzt mit dem Salamander,
der unser Führer worden ist, wie es dir vor mit der Eiche ging, die du für einen
Riesen ansahst - -
    Sachte, sachte, Herr Don Sylvio, fiel ihm Pedrillo ein, wir wollen diese
Saite nicht mehr berühren; zu geschehenen Dingen muss man das beste reden. Ich
dächte, eine Höflichkeit wäre gleichwohl der andern wert, und wenn ich euren
Salamander gelten lasse, so könntet ihr meine Riesen wohl auch in ihrem Werte
beruhen lassen. Wer weiß ohne dem, ob sie nicht näher mit einander verwandt sind
als man sich einbildet, denn die Wahrheit zu sagen, der Grund, auf den uns euer
Salamander geführt hat, fangt an ziemlich seichte zu werden; ich besorge immer,
er wird es uns nicht besser machen, als ein gemeiner Feuermann; denn diese
boshaften Schelmen haben keine größere Freude, als wenn sie arme Wandersleute
zum besten haben, und in einen Morast oder Froschgraben hinein führen können.
    Pedrillo hatte kaum ausgeredt, als Don Sylvio, der immer voraus ging, und
dem vermeinten Salamander mit starken Schritten folgte, auf einmal bis an die
Knie in einen Graben sank. Pedrillo, der ihm, so bald er ihn plätschern hörte,
zu Hilfe kommen wollte, tat es mit so weniger Behutsamkeit, dass es ihm noch
ärger ging als seinem Herrn; denn er fiel so lang er war in den dicksten Schlamm
hinein. Das jämmerliche Geschrei, das er anfing, machte unsern Helden besorgen,
er möchte ein Bein verstaucht oder gar gebrochen haben. Was ist dir begegnet,
mein guter Pedrillo, dass du so kläglich tust, rief er ihm zu, indem er sich
selbst aus dem Morast heraus arbeitete, so gut es die Länge und Schwere seines
Seitengewehrs zuließ. Wo seid ihr denn, mein lieber Herr, rief Pedrillo
ängstlich? Habt ihr noch eure eigene Gestalt, oder sind wir schon in Frösche
verwandelt; dass es Gott erbarme! mich deucht, ich höre mich selbst schon quäken,
wenn es nicht der Schrecken ist, der mich gar närrisch macht. Da haben wirs nun!
sagte ich nicht vorher, es werde so gehen, und werdet ihr so gut sein, und mich
ein andermal auch etwas gelten lassen? Wo ist nun der Salamander mit seinen
goldfarben Flügeln und lazurnen Haarlocken, und mit seinen Morgensternen in den
Augen? Zum Guckguck ist er, und bekümmert sich den Henker darum, wie wir wieder
aus dem Quark heraus kommen.
    Das Übel ist nicht halb so groß, als du es machst, sagte Don Sylvio, und es
mag sein wie es will, so hat der Salamander keine Schuld. Warum sahen wir nicht
besser vor uns hin, denn er machte uns hell genug
