 kurz gefallen sind. Was noch mehr zu tun sein mag,
überlasse ich den Salamandern, Sylphen, Gnomen, Faunen und Tritonen, welche
nunmehr ein offenes Feld haben, ihre Tugend im Atem zu erhalten. Alles, warum
ich sie bitte, ist ihr Schutz und meine Entlassung.
    Was ihre Entlassung betrifft, antwortete die schöne Mirabella, die können
sie sich selbst geben, denn sie wissen, dass ich sie nicht gerufen habe. Wenn sie
aber meinen Schutz verlangen, so kann ich ihnen nicht bergen, dass ihr Glück von
ihrer eigenen Aufführung abhangt. Wenn sie so fortfahren, so wird der Schutz
aller Feen der ganzen Welt an ihnen verloren sein. Hat man jemals einen
Liebhaber gesehen, wie sie sind? Sie ziehen den ganzen Tag in der Welt herum,
ihre Geliebte zu suchen, und bringen die ganze Nacht in den Armen einer andern
zu; den folgenden Morgen geht ihre Liebe wieder an, und den Abend drauf ihre
Untreue. Was wollen sie, dass aus einer solchen Aufführung endlich werden soll?
Ihre Schäferin müsste außerordentlich gedultig sein, wenn sie sich diese neue Art
zu lieben gefallen lassen wollte - - Wahrhaftig! rief der Prinz, es steht ihnen
recht wohl an, mir Vorwürfe von dieser Art zu machen! Ich mag nicht reden - Aber
glauben sie mir, ihr moralisieren fangt mir an beschwerlich zu werden, so eine
große Meisterin sie immer darin sein mögen. Sagen sie mir lieber, wie ich meine
geliebte Galactine aus den Händen des verfluchten Riesen befreien kann, der sie
gestern davon führte. - -
    Bekümmern sie sich nicht um den Riesen, sagte die Fee; ein Nebenbuhler, der
sich die Zähne mit einem Zaunpfahl ausstochert, ist nicht halb so fürchterlich,
als sie sich einbilden, und ich kenne einen gewissen Gnomen, der ihnen, so klein
er ist, mehr Eintrag tun könnte als Karaculiamborix, wenn er gleich noch etliche
hundert Ellen länger wäre als er ist. Kurz, sorgen sie für nichts, als wie sie
ihre Schäferin wieder besänftigen wollen, das übrige wird sich von selbst geben;
und sollten sie ja in Umstände kommen, wo sie meiner Hilfe benötiget wären, so
zerbrechen sie nur dieses Straussen-Ei, das ich ihnen gebe; es wird ihnen, auf
mein Wort, keine geringere Dienste tun als die Erbsen-Schote der Fee
Cristalline.
    Kaum hatte Mirabella das letzte Wort ausgesprochen, so verschwand sie, das
Kabinet und der Palast, und Biribinker befand sich, ohne zu wissen, wie es
zuging, an dem nämlichen Orte, wo ihn der Riese Karaculiamborix bei seiner
Schäferin überfallen hatte. Man kann nicht erstaunter sein, als er es über die
seltsame Dinge war, die ihm seit seiner Flucht aus dem
