 weil ich eben
itzo bald Mittags-Ruhe zu halten gesonnen bin, auch außerdem den geneigten
Leser nicht mit einer solchen Vorrede aufhalten mag, welche durchzulesen, kaum
der 20te Tag des Monats Junii lang genug sein möchte, so will obgemeldten censir
enden Mückenseigern an statt der Felsenburgischen Geschichte, das 23. Kap.
Matæi zum desto fleissigern Durchlesen und sich selbst zum aufrichtigen Erklären
freundlich an recommendiret haben, sonsten aber versichern, dass es bei
künftigen Attaquen einiger Grillenfänger oder Mocqueurs halten werde, wie der
weiland ehrliche Weidemann Erasmus. Denn dieser konnte, jedoch sans comparaison,
seinen Haasen nach belieben schießen, oder auch laufen lassen.
                 Tityre, tu patulae recubans sub tegmine fagi.
    Liege nur immer stille und lass mich mit meiner Felsenburgischen Geschicht
ungepfoppt, denn man wird zu weilen auch im Schatten von kleinen Mücken
gestochen, welche sich nicht so leicht fangen und erdrücken lassen.
    Basta! Ich muss aber noch mit wenigen melden, dass wenn 1) ja jemand so
curieus sein sollte zu fragen: Warum ich einige Nahmen der Länder, Städte und
Menschen entweder gar außen gelassen, verkehrt oder nur mit den Initial
Buchstaben und darzu gesetzten Sternleins ausdrucken lassen? ihm ad interim, bis
wir einander mündlich sprechen, schrifftlich zur Antwort dienet: wie ich meine
gewissen Raisons darzu gehabt, welche nach eingezogenen umständlichern Berichte
hoffentlich kein Vernünftiger tadeln wird. 2.) Dürffte vielleicht sich ein oder
anderer an die im Ersten Teile mit eingeschlichenen Druck-Fehler gestoßen
haben, weil aber hoffe, dass dadurch eben keine blauen Flecke an den Schienbeinen
oder verdrüssliche Excrescenzen an der Stirn verursacht worden, so bezeuge
hingegen meine Unschuld, indem das Manuskript hoffentlich ziemlich Ortographice
gewesen, der beste Setzer und Korrector aber auch leichtlich etwas übersehen
kann. Im übrigen werden es wohl gar kleine Kleinigkeiten sein, welche der
Hauptsache keinen besonderen Abbruch tun. 3). Sage ich noch einmal und bleibe
dabei, dass es mir gleich viel gilt, es mag ein oder ander, viel, wenig, oder gar
nichts von der Wahrheit dieser Geschichte glauben, oder darauf bestehen bleiben,
dass ich mich in der Vorrede ziemlich verdächtig gemacht, als ob ich selbst nicht
viel davon glaubte. Genug, es ist keine Gewissens-Sache, und außerdem des Heil.
Römischen Reichs Wohlfart gar nicht damit verknüpfft. Bei Leuten aber, die mit
läppischen Vorurteilen schwanger gehen, auch so gar das, was doch vor aller
Menschen Augen probabel ist, nicht einmal in ihr viereckigtes Gefäße des
Gehirns fassen können, nähme ich mir nicht einmal die Mühe einen ad hunc actum
notwendigen Policischen Staar-Stecher abzugeben.
    Noch etwas kommt mir, indem ich dieses schreibe zu Ohren, es sollen sich
nämlich ein paar Gelehrte über die in der Vorrede des Ersten Teils
