 allein verfertigen
werde, so kann ich den Knaben daneben vorzeichnen, ihre Versuche korrigiren, und
mit ihnen reden; so können sie dabei den Wert der Einteilung der Zeit, und des
überlegten Fleißes eines einzelnen Menschen kennen lernen.
    Ich sprach ehegestern mit den edlen Wattines von dieser Idee; sie fanden für
seht gut, aber da ich hinzu setzte, dass ich den Jungens zugleich von alle dem
sagen würde, was Herr Wattines bisher allein gearbeitet habe, so bat er mich, es
ja nicht zu tun, indem es schon allen Einwohnern bekannt sei. - Lassen Sie
meine Felder und meine Blumen von Nutzen und Vergnügen meines Tagewerks reden,
und gönnen Sie mir den Genuss Ihrer vorzüglichen Freundschaft, ohne die
Besorgnisse, eines Fremden Schmerz über ihren Mangel, oder des Neides darein zu
mischen. - Ich bitte Sie darum, sagte er, mir die Hand drückend; aber indem ich
die Klugheit, Bescheidenheit und Menschenkenntnis, des Mannes bewunderte, stand
Frau Wattines von ihrer Arbeit auf, ging an den Bücherschrank, und holte, da sie
den Ausdruck Tagewerk in der Unterredung ihres Mannes bemerkt hatte, den kleinen
Band, des von Gin übersetzten Hesiodus, reichte ihm mit anmutsvoller Errötung
und einem halben Blick nach mir, ihrem Wattines dar, wobei sie sagte: Lieber!
unser Freund will mit den guten Knaben von nützlichem Tagewerk reden, du willst
nicht genannt sein, könnte nicht aus dem guten alten Hesiod etwas zu ihrer
Belehrung gezogen werden?
    Was ist, meine Freunde, mein Zeichnen, mein Schreiben, da ich nicht fähig
bin, diese Frau mit dem Buch in der Hand darzustellen, oder die Miene und den
Ton zu beschreiben, welche ich sah und hörte. Wie viel weiblicher Geist,
Feinheit und Wohlwollen liegt hier vor uns! - Ich war da, staunend und äußerst
gerührt, Wattines sah auf mich und sie, lächelte, nahm das Buch, und sagte gegen
mich: In Wahrheit, Emilie hat das beste für Ihre Absicht gefunden. - O benutzen
Sie ihn, den guten Hesiodus, indem er mir ihn darreichte.
    Ich wusste wohl, dass die Griechen einen Dichter dieses Namens hatten, kannte
die Zweifel, ob er vor oder nach Homer lebte; aber da ich die griechische
Sprache nicht kenne, und nie eine Übersetzung von ihm las, so bewunderte ich um
so mehr Emiliens feine Empfindung und Berechnung dessen, was zu meiner Absicht
taugte; denn Sie können wohl glauben, dass ich ein von Emilie auf eine so
unerwartete Weise vorgeschlagnes Buch mit dem größten Eifer und Aufmerksamkeit
durchlas. - Wirklich hat sich auch dadurch der Plan meiner Winterbeschäftigungen
weiter ausgedehnt, als ich dachte, indem ich den Knaben der Landleute am See
Oneida einen Auszug des Lebens und der Schriften
