 - mbra, und zwei auf ca - - ra, die
ersten durchaus in demselben Tone, sind übertrieben, bloß teatralisch, und
außer der Natur: sie dienen nur dazu, dass eine schöne starke Kehle und Brust
sich hervortun kann; und so ist die Malerei auf dem intorno hier gewiss
kleinlich, und fast eben so kleinlich der Ausdruck auf sospiri und flebili
accenti. In der Mitte lässt Jomelli das Wort Ombra, gar acht Takte lang auf zwei
Tönen halten. Del tuo scempio hat er nicht sehr glücklich im drei Achteltakt
gesetzt. Majo geht viel vortrefflicher in der Einheit der Empfindung, wie in
einem Strome, fort; und was Schönheit und Neuheit der Musik betrifft, so findet
gar keine Vergleichung statt: Jomelli ist gegen ihn mager und armselig.«
    »Majo bleibt diesem Charakter der Iphigenia immer treu. Welche schöne Szene,
wo Iphigenia sich mit dem Toas vermählen und hernach umbringen will, wenn
Orestes dadurch fortgekommen ist! Accresca pietoso al viver tuo quei giorni il
cielo, ch' a me scema il rigor d'averso fato! und welche bezaubernde Arie: Se il
labbro si lagna, mi basta se dice, per me l'infelice la vita perdé! Jomelli hat
dafür zu Ende des zweiten Akts eine lange Szene mit einem Duett angebracht,
worin die augenblickliche Empfindung sehr langweilig bis zum Unsinn aus einander
gedehnt ist.«
    »In der fünften Szene des zweiten Akts hat Jomelli der Iphigenia eine Arie
in den Mund gelegt, die im Charakter der Mamsel Arnould zu Paris wäre: so witzig
und sinnreich ist Melodie und Begleitung; ein Meisterstück. Aber wie kann
dieselbe Person kurz vorher O - mbra acht Takte lang halten? Die Arie ist: Ah
non voler ch'io sueti, quel che mi piace ascondere.«
    »Übertroffen wird Jomelli von Majo, wie etwas Unbedeutendes von einem
großen Meisterstücke heroischen Jubels, in der Arie, die Orestes singt, nachdem
er alle Gefahr überstanden hat: Tornò la mia speranza nel seno a germogliar,
vinto ha la mia constanza, io corro a trionfar37! Mit einem so natürlich schönen
Produkt und Gewächs lässt sich etwas bloß von der Kunst Zusammengereihtes gar
nicht vergleichen.«
    »Eben so vortrefflich ist noch die letzte Szene des Ganzen, wo die Begleitung
die Seele furchtbar lieblich umflicht, ganz eigen in Majo's Styl.«
    »Jomelli hat noch einige kunstreiche schöne Nebenarten; Majo auch manches
andere Schöne, als gleich die erste Arie der Iphigenia: De tuoi mali esultarei;
wo Jomelli ihm schon nicht gleich kommt, und bei esultarei in kleinliche
Malerei verfällt, so wie die Läufe auf crudeltà nichts bedeuten. Majo macht,
durch Veränderung des Takts, und sehr glücklich durch Einmischung des
Recitativs,
