 wir durch ein paar komische Romane und einige beissende Züge wider
Deinen Münzwardein ihre üble Laune wegscherzen können.
    Meinen Deutschen Lesern hab ich wenig oder nichts zu sagen. Sie haben mir
größtenteils die Ehre erzeigt, die erste Ausgabe meines Buches mit einigem
Beifall aufzunehmen. Ich bin kühn genug, eben dieses für gegenwärtige fast
dreifach stärkere Ausgabe zu hoffen.
    So viel ich weiß, bin ich der erste, der es wagte, unserer jetzigen Nation
einen originalen Deutschen komischen Roman vorzulegen. (Von Nachahmungen und
Übersetzungen rede ich nicht.) Das ist nun zwar kein Verdienst, aber es könnte
mir vielleicht einigermaßen Anspruch auf ein wenig Nachsicht geben - nicht gegen
Fehler, denn die verdienen niemals Nachsicht, sondern da, wo ich den Geschmack
des Publikum, den ich noch nicht kennen konnte, verfehlt haben möchte.
    Ich wünsche, dass ich auf dieser Bahn, die ich nach meiner wenigen Einsicht
für sehr nützlich halte, viel Nachfolger finden, und von jedem übertroffen
werden möge.
    Mit Vorsatz bin ich keinem Narren auf Gottes Erdboden zu nahe getreten, denn
mein herzlicher Wunsch ist, nicht zu beleidigen, sondern zu bessern.
    Übrigens möchte ich die Herren Kommentatoren wohl bestens ersucht haben,
mich inskünftige mit ihren Deutungen gütigst zu verschonen, sonderlich
diejenigen, die ihre Wohlmeinung so weit trieben, dass sie ihre schamlosen
Pasquille mir unterschoben.
    - Einem Vorwurfe hätt' ich Lust vorzubeugen. Junker Siegfried ist ein
Pommer, und spricht ungefähr Deutsch, wie ein ehrlicher Handwerksmann hier zu
Lande zu tun pflegt, wenn er glaubt, dass man seine niedersächsische Sprache
nicht verstehe. Das ist nicht lokal, ich gestehe es. Ich hätte den Junker eben
so leicht den Pommerschen Dialekt, der mir geläufig genug ist, können reden
lassen, und ich würde es tun, wenn ich in Pommern schriebe, und der Tummelplatz
meines Helden in irgend einer andern Provinz läge. Aber ich lebe in Holstein,
werde hier am meisten gelesen, und glaube, billigen Kritikern hiermit genug
gesagt zu haben. - Der schulgerechte Leser wird meinem Buche das Wort Roman
nimmer anpassen können; aber mein Büchlein ist überall kein schulgerechtes Buch,
dess weiß ich mich gar wohl zu bescheiden.
    Sonst hoff ich durch dieses Siegfriedbüchlein das Versprechen gewissenhaft
erfüllt zu haben, das ich dem Publikum in der Vorrede zu meinem letzten
komischen Roman, (der Ring, eine komische Geschichte) der 1777 in meinem eignen
Verlage erschien, gegeben habe.
    Ob vom Siegfried mehr Teile erscheinen werden? das ist eine Frage, deren
Beantwortung von denen Lesern abhängt, die mich mit ihrer Subskription beehret
haben, und denen ich hiermit, so gut ich kann, meinen Dank bezeuge. Wenigstens
will ich hiermit den dritten und vierten Teil zu eben dem Subskriptionspreise
ankündigen, welche
