 den Thron gezieret haben. Was hätte er erst verdient, wenn er diesen
unverdrossenen Fleiß auf die Ausübung seiner königlichen Pflichten zu verwenden
hätte geruhen wollen? - Seine königlichen Pflichten? - Gegen wen? Wo hätte
Schach-Dolka hernehmen sollen, dass ein König Pflichten habe? Anmerk. des
latein.Übersetzers
4 Allgemeiner Name der ersten Minister der indostanischen Könige der Zeiten,
wovon hier die Rede ist.
5 Die Wahrheit ist, dass es weit größer war; aber die schöne Tschirkassierin
hatte zu viel Lebensart, um dem Sultan eine solche Unhöflichkeit zu sagen.
Beinahe so groß ist alles, was man in dergleichen Fällen wagen darf.
                                                  Anmerk. des sines. Übersetzers
6 S. Kämpfers Beschreibung des japanischen Reichs, I.T. 7. Kap. S. 112.
7 Die schöne Nurmahal oder ihre Chronik irrt sich in der Person. Wenn sie sich
die Mühe hätte geben wollen, den ehrlichen Gregor von Tours selbst
nachzuschlagen, so würde sie im sechsten Buche (wir erinnern uns nicht in
welchem Kapitel) gefunden haben, dass es der König Chilperich war; wiewohl man
gestehen muss, dass ihr, und dem Sultan Gebal, und dem ganzen Indien, Dagobert und
Chilperich völlig gleich viel sein konnten.
                                                 Anmerk, des latein. Übersetzers
8 »Hier«, sagt der sinesische Übersetzer, »habe ich eine Anmerkung des indischen
Herausgebers dieses Werkes gefunden, die ich mich nicht entschließen kann
auszulassen, ungeachtet meine Leser keinen unmittelbaren Gebrauch davon machen
können. Ich wünschte, sind die Worte des Indiers, dass alle unsre Großen und
Edelen dieser Periode (von den Worten Eine allgemeine usw. bis zu Verzweiflung
ein) die Ehre antun möchten, sich derselben zu Prüfung der Fakirn, denen sie
ihre Söhne anvertrauen wollen, zu bedienen. Sie haben dazu weiter nichts nötig,
als dem Fakir die Periode vorzulegen, und sich eine Erklärung derselben, und die
Entwicklung der darin entaltnen Begriffe und Sätze von ihm auszubitten.
Allenfalls könnten sie, um ihrer Sache desto gewisser zu sein, einen Philosophen
von unverdächtigen Einsichten mit zu dieser Prüfung ziehen. Versteht der Fakir
die Periode: nun, so sei es denn! Versteht er sie nicht oder räsoniert er
darüber wie ein Trutahn: so können Sich Ihre Exzellenzen, Gnaden, Hoch- und
Wohlgeboren usw. darauf verlassen, dass er ein vortreffliches Subjekt ist, wenn
Ihre Absicht dahin geht, dass Ihr Sohn nicht zu vernünftig werden solle.«
9 Es bedarf kaum der Anmerkung, dass Schach-Gebal der nüchternste Sultan seines
Jahrhunderts, und ein tödlicher Feind der Trunkenheit an andern war. Seine
Feinde haben nicht unterlassen, auch von dieser Tugend, welche sie ihm nicht
absprechen konnten, wenigstens den Wert zu verringern, indem sie ihr
