 ich nicht tun, Madam C-, ich kann mich nicht von meinem Selbst so
losmachen, dass der Plan zu Ihrer Absicht und Ihrem Vergnügen zugleich passte. Sie
haben Klugheit, Erfahrung, Kenntnis der Gewohnheiten des Orts und ein Herz voll
Freundlichkeit. Diese vereinigte Stücke werden Ihnen alles anweisen, was zu
diesem Plan das Beste sein kann.«
    »Daran zweifle ich sehr; sagen Sie mir nur ein Buch, darin ich eine Ordnung
für meinen Unterricht finden würde.«
    »Nach der Ordnung eines Buchs zu verfahren, würde Sie und Ihre junge
Freundinnen bald müde machen. Diese sind nach verschiedener Art erzogen; die
Umstände der meisten Eltern leiden keine metodische Erziehung, auch
funfzehnjährige Mädchen, wie die Gespielinnen Ihrer Tochter, gewöhnen sich nicht
gerne mehr daran. Sie sollen auch keine Schule halten; nur einen zufälligen
abwechselnden Unterricht in dem Umgange mit dem jungen Frauenzimmer ausstreuen.
Zum Beispiel: es klagte eine über den Schnee, der während der Zeit fiel, da sie
bei Ihnen zum Besuch wäre, und sie wegen ihres Zurückgehens ungeduldig über die
Beschwerde machte; - so würden Sie fragen: ob sie nicht wissen möchte, woher der
Schnee kommt? - es kurz und deutlich erzählen, die Nutzbarkeit davon nach der
weisen Absicht des Schöpfers anführen, sanft von der Unbilligkeit ihrer Klagen
reden und ihr mit einem munteren liebreichen Ton in dem heut unangenehmen Schnee
nach etlichen Tagen das Vergnügen einer Schlittenfahrt zeigen. Dieses wird Ihre
jungen Zuhörerinnen auf die Unterredungen von schöner Winterkleidung, schöner
Gattung Schlitten usw. führen. Unterbrechen Sie selbige ja nicht durch
irgendeine ernste oder missvergnügte Miene; sondern zeigen Sie, dass Sie gerne
ihre verschiedenen Gedanken anhörten. Sagen Sie etwas vom guten Geschmack in
Putz, in Verzierungen und wie Sie ein Fest anstellen und halten würden; lassen
Sie Ihren Witz; alles dieses mit der Farbe der heitersten Freude malen. Gestehen
Sie Ihren jungen Leuten das Recht ein, diese Freude zu genießen, und setzen Sie
mit einem zärtlichen rührenden Ton dazu, dass Sie aber Sorge haben würden, den
Schauplatz dieser Ergötzlichkeit durch die Fackeln der Tugend und des feinen
Wohlstandes zu beleuchten.
    Bei dieser ersten Probe können Sie die Herzen und Köpfe Ihrer Mädchen
ausspähen; aber ich müsste mich sehr betrügen, wenn sie nicht gerne wiederkämen,
Sie von etwas reden zu hören.«
    »Das denke ich sicher; aber erlauben Sie mir einen Zweifell Sie führen das
Mädchen zur physikalischen Kenntnis des Schnees und zum moralischen Gedanken der
Wohltätigkeit Gottes darüber; aber wird nicht die Schlittenfahrt das Andenken
des ersteren auslöschen und also den Nutzen des ernsten Unterrichts verlieren
machen?«
    »Dies glaube ich nicht; denn wir vergessen nur die Sachen gerne, die mit
keinem Vergnügen verbunden sind; und die lächelnde, zu der
