 Prinzessin Galactine zu. Empfangen sie hier, liebenswürdige Prinzessin, den
Prinzen Kacamiello von meiner Hand, denn dieses ist nunmehr sein Name, da die
Absichten, warum ich ihm den andern geben ließ, erfüllt sind; Biribinker und
Milchmädchen sind nun nicht mehr, und nachdem beide dem Eigensinn ihres Gestirns
genug getan, und der Feerei ihre Gebühr bezahlt haben, so bleibt mir nichts
übrig, als den Prinzen Kacamiello seinen königlichen Eltern zurück zu geben, und
durch ein ewiges Band mit der Prinzessin Galactine zu vereinigen. Ihr, schöne
Feen, fuhr er fort, indem er sich zu Cristallinen und Mirabellen wandte, habt,
wie ich hoffe, Ursache mit mir vergnügt zu sein, da ihr durch meine
Veranstaltung eure Gestalt und eure Liebhaber wieder erhalten habt; weil es aber
unbillig wäre, dass ich allein leer ausginge, so entlade ich hier den alten
Padmanaba aller seiner Sorgen, indem ich die schöne Salamandrin, die bei ihm
nichts zu tun hat, als unsichtbar zu sein und zu schlafen, zur Belohnung meiner
Mühe, für mich selbst behalte.
    Mit diesen Worten schlug der große Karamussal mit seinem Stabe dreimal in
die Luft, und auf einmal befand er sich mit dem Prinzen und der Prinzessin im
Kabinet des Königs, der, wie man denken kann, eine große Freude hatte, seinen
Sohn und Erben so groß und schön mit einer so schönen Prinzessin und mit einem
so schönen Namen wieder zu sehen. Bald darauf wurde das Beilager mit großer
Feierlichkeit und Pracht vollzogen; das neue Ehepaar liebte sich so lange als es
konnte, und zeugete Söhne und Töchter; und nachdem endlich der alte König in die
neunzehnte Welt abgereist war, so regierte König Kacamiello so weislich an
seiner statt, dass die Untertanen keinen Unterschied spürten. Er machte seinen
Freund Flox, zur Belohnung der guten Dienste, die er ihm als Kürbis geleistet
hatte, zu seinem ersten Vezier, und die schöne Mirabella nebst der Fee
Cristalline unterliessen niemals bei Hofe zu erscheinen, so oft die Königin in
die Wochen kam. Sie brachten jedesmal den kleinen Grigri mit, welcher ungeachtet
seiner Hässlichkeit, bei den meisten Hof-Damen einen Beifall erhielt, der ihren
Liebhabern nicht gleichgültig war. Das muss man gestehen, sagten sie alle aus
einem Munde, dass Grigri mit aller seiner Hässlichkeit der kurzweiligste
Gesellschafter von der Welt ist! - -
    Und hier endet sich die eben so lehrreiche als wahrhafte Geschichte des
Prinzen Biribinkers, (setzte Don Gabriel hinzu) bei der ich meinen Zweck
vollkommen erreicht habe, wenn sie ihnen keine lange Weile gemacht, und die
schöne Hyacinthe von ihrem Vorurteil gegen die Feerei zurück gebracht haben
kann.
 
                                Drittes Kapitel
                  Anmerkungen über die vorstehende Geschichte
Wenn das ihre Absicht gewesen ist, Don Gabriel, sagte Hyacinthe
