 Helden in dem Unbekannten, dem er das Leben oder
wenigstens seine Geliebte gerettet hatte, den Bruder seiner angebeteten Fee
zeigte.
    Die Überraschung war auf beiden Seiten gleich angenehm, und mit einer gleich
großen Verwunderung auf Seiten des Bruders und der Schwester begleitet. Allein
da es sich jetzt nicht schickte, diese letztere Regung merken zu lassen, so
begnügte sich Don Eugenio, nachdem er seiner Schwester die schöne Hyacinthe
vorgestellt, und empfohlen hatte, seine Freude darüber zu bezeugen, dass er
unsern Helden, dessen unerwartete heimliche Abreise aus dem Wirtshause ihn nicht
wenig befremdet hatte, so unverhofft in seinem eigenen Hause wieder finde. Sie
wissen vielleicht nicht, sagte er zu Donna Felicia, wie viel wir dem Don Sylvio
schuldig sind. In kurzem sollen sie den ganzen Zusammenhang einer Geschichte
erfahren, die ihnen kein Geheimnis mehr sein darf Alles was ich Ihnen jetzt
davon melden kann, ist, dass Sie in der Person dieses liebenswürdigen Unbekannten
denjenigen sehen, der durch großmütige Wagung seines eigenen Lebens Ihnen einen
Bruder erhalten hat.
    Sie vergrößern, erwiderte unser Held, den Wert eines Beistands, den ihre und
ihres Freundes Tapferkeit überflüssig machte, und wozu ich durch Gesinnungen,
die ihr erster Anblick mir einflößte, hingerissen wurde. Hätte ich damals wissen
können, was dieser glückliche Augenblick mich gelehrt hat, so würde ich, wenn
auch jede meiner Adern ein eigenes Leben hätte, jedes derselben mit Vergnügen
aufgeopfert haben, um ein so kostbares Leben zu erhalten.
    Don Eugenio würde vermutlich über dieses hyperbolische Kompliment ein wenig
gestutzt haben, wenn die Aufmerksamkeit, die er anwandte, die Eindrücke, welche
Hyacinthe auf seine Schwester machte, zu beobachten, ihm zugelassen hätte, auf
irgend etwas anders aufmerksam zu sein.
    Donna Felicia, welche ziemlich verlegen gewesen war, wie sie ihre Neigung zu
unserm Helden, und den Plan, den sie seit einer halben Stunde mit der
Behendigkeit, die allen Wirkungen der Liebe eigen ist, bei sich selbst entworfen
hatte, ihrem Bruder verbergen oder gefällig machen möchte, war vor Vergnügen
außer sich, da sie hörte, was für Verdienste sich Don Sylvio bereits um ihn
gemacht hatte. Dieser glückliche Umstand rechtfertigte nicht nur die
Lebhaftigkeit ihrer Achtung für den Erretter eines Bruders, den sie so zärtlich
liebte, sondern, da er ihr in Verbindung mit den übrigen Umständen einiges Licht
über die geheime Geschichte, worin Hyacinthe vermutlich keine Neben-Rolle zu
spielen hatte, zu geben schien, so hoffte sie nun, dass sie wenig Mühe haben
würde, den Beifall ihres Bruders für ihre Liebe zu erhalten, da er vermutlich
den ihrigen für die Seine nötig haben würde. Sie verdoppelte also die Ausdrücke
des Wohlgefallens und der Zuneigung, welche ihr die Liebenswürdigkeit der jungen
Hyacinthe ohnehin eingeflößt haben würde,
