, dass Sie es beide in der Nachahmung Sir
Karls schon so weit gebracht haben, dass er selbst sein Vergnügen über einen so
glücklichen Fortgang nicht verbergen kann, und ich sehe mich nun so weit unter
Sie zurückgesetzt. Verlangen Sie nicht, dass ich mich länger bei einer Sache
aufhalte, die mich ganz tiefsinnig macht. Wenn Sie mir einen Gefallen erzeigen
wollen; so bemühen Sie Sich, einen Fehler in meinem Schluße aufzusuchen, und
überzeugen Sie mich davon aufs eheste.
    Sie glauben mir es ohne eine weitläuftige Versicherung auf mein Wort, ich
bin davon überzeugt, dass ich den vollkommensten Anteil an Ihrem Ruhme nehme.
Wie kann ich es also verschweigen, was man hier zu Ihren Vorteile spricht. Vor
einigen Tagen hatte der Herr Baronet eine auserlesene Gesellschaft bei sich, sie
wurden dadurch desto merkwürdiger, weil der berühmte Richardson sich darunter
befand, der seinen Ruhm, den ihm schon eigne Schriften erworben, durch die
Herausgabe der Geschichte des Herrn Grandisons auf den höchsten Gipfel gebracht
hat. Man ist immer begierig, außerordentliche Leute von Person kennen zu lernen;
ich würde mir ein Vergnügen daraus machen, ihn nach dem Leben zu schildern, und
von Fuß bis auf die Scheitel zu beschreiben, wenn er nicht diese Mühe mir zu
erspahren die Gütigkeit gehabt hätte. Er versprach, mich mit seinem Portrait zu
beschenken. Sobald ich dieses erhalte, will ich es meinem Onkel in seine
Bildergallerie verehren, wo Sie es zu sehen bekommen werden. Man sieht es diesem
Manne an, dass er einen edlen Ehrgeiz besitzt, unsterblich zu sein. Es scheint,
dass er alles würde unternommen haben, um diesen Zweck zu erreichen, und wenn es
ihm mit der Feder nicht geglücket hätte; so hätte, wie es scheint, der Degen ihm
ein Andenken stiften müssen. Er tut eben nicht stolz auf seinen Ruhm; aber mich
dünkt, er lässt keine Gelegenheit vorbei, solchen immer zu erweitern. Die großen
Leute sind vermutlich wie die Reichen gesinnt, jemehr sie haben, je mehr sie
sammlen wollen, das Plus vtra ist der Wahlspruch von beiden. Der Baronet wusste
bei der Tafel die Unterredung so artig auf meinen Onkel und auf Sie, teurester
Freund, zu lenken, dass es gar nicht schien, als wenn er eine Ehre darin
suchte, es der Gesellschaft bekannt zu machen, dass er in Deutschland glückliche
Nachahmer seines großen Charakters gefunden hätte. Er machte dem Herrn
Richardson ein artig Kompliment dadurch, das ihm allein die Ehre; zuschrieb, dass
er der Welt nicht ganz unbekannt geblieben wäre. Doctor Bartlett erklärte
hierauf die Meinung seines Gönners etwas deutlicher, und fing an, durch Ihr und
meines Onkels Beispiel, die Nutzbarkeit der Ausgabe der Geschichte des Herrn
Grandisons zu beweisen. Mich dünkt
