 richtet, vergisst einzusteigen. Der Gondolier wagt nicht,
ihn aufmerksam zu machen. Er steht schnell auf und steckt schnell den Brief ein.
Steigt ein, versucht über den Brief hinwegzukommen. Begeht einige Irrtümer in
Wohnungen, fühlt sich dann maßlos unheimlich in der eigenen Wohnung, will den
Brief verbrennen. - Ahnung des Todes durch diesen Brief.
    Er glaubt, dass der eine oder der andere seiner beiden Diener den Brief
weggeschafft haben muss, - aus welchem Grunde etwa? der Alte, um ihn zu schützen?
der Junge, um den Alten zu schädigen? - Endlich findet er den Brief, überlistet
ihn. er findet ihn unter Reiseaufzeichnungen, wohin seine Hand ihn
schlafwandelnd gelegt, an einer besonderen Stelle, bei einer Aufzeichnung
bedeutungsvoller Art aus Japan. - Sein Grad des Mitgefühls und dadurch
Verstehens seiner beiden Diener. Es ist ihm unmöglich, den älteren Diener, bei
dem Verwandtenbesuch ist, zu stören; deshalb ist er die vordere Treppe
hinaufgegangen, fällt ihm dann ein. Er denkt selbst darüber nach, seine Diener
in Japan fallen ihm dabei ein, wo er ihrer vierzehn hatte, Männer und Frauen. Er
bemerkt flüchtig, dass er in sich eine ganze Gedankenkette ausbildet, die sich
ständig mit diesem Diener beschäftigt. - sein alter Diener: zwischen ihm und dem
Diener stimmt es nie. der junge Diener, der mit dem alten immer im Streit liegt.
- Der Malteser sperrt den Brief ein und sucht ihn gleich darauf.
    Nach dem Brief: der Malteser sucht seinen inneren Aufruhr durch Vernunft zu
durchblicken, die entfesselten Assoziationen (nach Lockes System) zu ordnen; er
offenbart in sich selber Kourtoisie, Grazie, Schamhaftigkeit. Die
unerschöpflichen inneren Kräfte, - vertrauensvoll - Engelsscharen, die er
heraufruft. Eines Menschen ganzes Wesen muss bei einem solchen Kampf mit innerer
Zerrüttung an den Tag kommen: die gewohnten Bahnungen, die
Lieblingsassoziationen. -Subtile Assoziation an eine Reiseerinnerung: Wallfahrt
mit Japanern, Gewahrwerden des Lichtes. Er hatte sich vorgenommen, jeden Tag das
Kommen der Sonne zu feiern, - warum kann er es nicht immer feiern? - er versucht
jetzt die Assoziationen auf etwas Hohes und Reines hinaus zu ordnen, er weiß,
dass nur Unzulänglichkeit dem Kosmos entgegensteht. Er kniet nieder, betet zu dem
höchsten Wesen. Das Chaos, der Tod weht ihn an, dem Erliegen nah gleicht er dem
zarten Knaben, der er war, mit einer fliegenden Röte auf den Wangen.
Eine Begegnung zwischen dem Malteser und Andreas auf einem vor Anker liegenden
Schiff. Einladungen ziemlich geheimnisvoll durch den Kapitän. Kourtisanen, auch
eine völlig verschleierte (Mariquita). Sacramozo sichtlich verlegen gemacht
durch die Verschleierte; er führt zwar mit Sicherheit die Konversation, ihn
interessiert sehr ein Inder,
