 damit er die Entwürfe hätte
machen können, die er gemacht habe.
    Er schien auf meine Worte nicht zu achten, sondern legte irgend ein Blatt
hin, nahm ein anderes auf und betrachtete es.
    »So weit ich aus den Abbildungen urteilen kann,« sagte er, »sind die
altertümlichen Gegenstände, welche du mir da veranschaulicht hast, nicht nur an
sich sehr vortrefflich, sondern sie sind auch höchst wahrscheinlich, wie Farbe
und Zeichnung dartut, sehr zweckmäßige wieder hergestellt. Meine Habseligkeiten
sinken dagegen zu Unbedeutenheiten herab, und ich sehe aus diesen Blättern, wie
man die Sache anfassen muss, wenn man die Zeit, die Kenntnisse und die Mittel
dazu hat.«
    Mich freute es jetzt recht sehr, dass ich auf den Gedanken gekommen war, dem
Vater diese Dinge nachzubilden, um ihm eine Vorstellung von ihnen zu gehen, mich
freute sein Anteil, den er an ihnen nahm, und die Freude, die er darüber hatte.
    »Es sind nun zwei Wege, die zu gehen sind,« meinte die Mutter, »entweder
kannst du dir nach diesen Gemälden die Dinge, die sie darstellen, machen lassen,
um dich immerwährend daran zu ergötzen, oder du kannst in den Asperhof und
Sternenhof reisen und sie in Wirklichkeit sehen, um eine Freude zu haben, so
lange du sie siehst, und in der Erinnerung dich zu laben, wenn du wieder
weggereist bist.«
    Der Vater antwortete: »Die Geräte, die hier gezeichnet sind, nachmachen zu
lassen, ist eine Unzukömmlichkeit; denn erstens müsste hiezu die Einwilligung des
Eigentümers erlangt werden, und wenn sie auch erlangt worden wäre, so hätten
zweitens die nachgebildeten Gegenstände in meinen Augen nicht den Wert, den sie
haben sollten, weil sie doch nur, wie die Maler sagen, Kopien wären. Es böte
sich auch noch der Gedanke, mit Einwilligung des Eigentümers nach diesen
Abbildungen neue Zusammenstellungen entwerfen und in Wirklichkeit ausführen zu
lassen; allein das verlangt eine so große Geschicklichkeit, welche ich nicht nur
mir nicht zutraue, sondern welche ich auch an den Arbeitern in ähnlichen Dingen,
die ich in unserer Stadt kenne, nicht aufzufinden hoffe. Und zuletzt wären die
verfertigten Gegenstände doch noch immer nichts mehr als halbe Kopien. Das
Verfertigen geht also nicht. Was deinen zweiten Weg anbelangt, Mutter, so werde
ich ihn gewiss gehen. Ich habe mir schon früher bei den Erzählungen von diesen
Dingen vorgenommen, die Reise zu ihnen zu machen; jetzt aber, da ich die
Abbildungen sehe, werde ich die Reise nicht nur um so gewisser, sondern auch in
viel näherer Zeit machen, als es wohl sonst hätte geschehen können.«
    »Das wird recht schön sein«, riefen wir fast alle aus einem Munde
