 und der erste als Stammvater
aller eigentlichen Weisheit zum Sprichwort bei ihnen durch alle Zeiten geworden.
Das organische Wasser, zum Beispiel der Mensch, ersaufe in dem einfachen Wasser;
und das organische Feuer verbrenne in dem Feuer, das die Lust verliert, etwas
anders zu sein. Feuer, Luft und Erde sei Wasser, und Wasser sei Erde, Luft und
Feuer, und alles eins und dasselbe. Feuer sei heiß und kalt, und Wasser sei nass
und trocken.
    Andre suchten in der Folge den Widerspruch wenigstens im Ausdrucke zu
vermeiden und setzten für irgendein Element überhaupt: Eins ist Alles und Alles
Eins.
    Nach dem Aristoteles war Xenophanes der erste, der dem Wesen seine
eigentliche Reinheit gab, aber auch nichts weiter darüber bestimmte, sondern nur
mit erhabner Stirn in den unermesslichen Äther hin schaute und sagte: Das Eins
ist Gott.
    Parmenides, sein Schüler, brütete nach ihm mehr darüber und suchte zu
beweisen, dass Wesen der Vernunft nach notwendig nur Eins sein könne, für die
Sinnen aber müsse man zwei Ursachen: Kalt und Warm, annehmen. Kalt sei das
Unwesen und Warm das Wesen. Andre setzten dafür das Dicke und Dünne; nämlich das
Wesen dehne sich aus und ziehe sich ein; und daraus alles Werden und Zeugen,
alle Erscheinungen. Wenn es sich verdünne, werd es Luft und Feuer; und verdickt
sei es Erde und Wasser; aber alles im Grund eins und dasselbe.«
    Ardinghello. Wenn also die unendliche Ausdehnung, außer den einzeln
Bewegungen, durchaus sich einmal recht einzöge, so würden wir vielleicht alle
zusammen mit ihr den allergrössten Stein ausmachen und die Welt als ein Diamant
im leeren Raume hangen.
    Demetri (ein ander Gesicht annehmend). Wer weiß, was geschehen kann! Zeit
hat sie nun in der Ewigkeit genug dazu, zur Kurzweil sich in allerlei Gestalten
zu verwandeln.
    Diese Philosophen gaben übrigens keine Ursache der Veränderung an und ließ
noch Ruh und Bewegung unerörtert.
    Wer beweisen will, dass aus Einem Alles sei, muss erst dartun, dass aus Allem
Eins werde; und so weit hat es noch keine Chemie gebracht.
    Wenn bloß Eins ist, so muss es in Ruhe sein; denn ohne Reiz keine Bewegung,
und das Gleichförmige reizt nicht. -
    In den Elementen liegen die Quellen der Bewegung. Sie ist allen eigen, und
keins hat sie als einen besonderen Vorzug; nur scheint das Feuer einen weit
höheren Grad von Reizbarkeit dazu zu haben als Erde, Luft und Wasser. Alles in
der Natur regt sich von selbst und hat Freiheit, Erkenntnis und Begierde. Jeder
Teil, den wir von einem ihrer unvermischten Ganzen annehmen, hat alle innerliche
Eigenschaften des Ganzen; ihre Wesen sind unendlich zart, verbreiten und
verlieren sich ineinander,
