 zu erschüttern versuchte. Inzwischen habe ich über das
Ganze ruhiger zu denken gelernt. Mögen Sie tun, was Sie wollen. Ihre Taten
werden vielleicht draußen im Schnee auf dem Hof tiefe Fussspuren hinterlassen,
mehr aber nicht.« - »Ganz scheint mir der Widerspruch nicht aufgeklärt zu sein«,
sagte K., »doch ich gebe mich damit zufrieden, auf ihn aufmerksam gemacht zu
haben. Nun bitte ich aber Sie, Herr Sekretär, mir zu sagen, ob die Meinung der
Frau Wirtin richtig ist, dass nämlich das Protokoll, das Sie mit mir aufnehmen
wollen, in seinen Folgen dazu führen könnte, dass ich vor Klamm erscheinen darf.
Ist dies der Fall, bin ich sofort bereit, alle Fragen zu beantworten. In dieser
Hinsicht bin ich überhaupt zu allem bereit.« - »Nein«, sagte Momus, »solche
Zusammenhänge bestehen nicht. Es handelt sich nur darum, für die Klammsche
Dorfregistratur eine genaue Beschreibung des heutigen Nachmittags zu erhalten.
Die Beschreibung ist schon fertig, nur zwei, drei Lücken sollen Sie noch
ausfüllen, der Ordnung halber; ein anderer Zweck besteht nicht und kann auch
nicht erreicht werden.« K. sah die Wirtin schweigend an. »Warum sehen Sie mich
an«, fragte die Wirtin, »habe ich vielleicht etwas anderes gesagt? So ist er
immer, Herr Sekretär, so ist er immer. Fälscht die Auskünfte, die man ihm gibt,
und behauptet dann, falsche Auskunft bekommen zu haben. Ich sagte ihm seit
jeher, heute und immer, dass er nicht die geringste Aussicht hat, von Klamm
empfangen zu werden; nun, wenn es also keine Aussicht gibt, wird er sie auch
durch dieses Protokoll nicht bekommen. Kann etwas deutlicher sein? Weiter sage
ich, dass dieses Protokoll die einzige wirkliche amtliche Verbindung ist, die er
mit Klamm haben kann; auch das ist doch deutlich genug und unanzweifelbar. Wenn
er mir nun aber nicht glaubt, immerfort - ich weiß nicht, warum und wozu -
hofft, zu Klamm vordringen zu können, dann kann ihm, wenn man in seinem
Gedankengange bleibt, nur die einzige wirkliche amtliche Verbindung helfen, die
er mit Klamm hat, also dieses Protokoll. Nur dieses habe ich gesagt, und wer
etwas anderes behauptet, verdreht böswillig die Worte.« - »Wenn es so ist, Frau
Wirtin«, sagte K., »dann bitte ich Sie um Entschuldigung, dann habe ich Sie
missverstanden; ich glaubte nämlich - irrigerweise, wie sich jetzt herausstellt -
aus Ihren früheren Worten herauszuhören, dass doch irgendeine allerkleinste
Hoffnung für mich besteht.« - »Gewiss«, sagte die Wirtin, »das ist allerdings
meine Meinung, Sie verdrehen meine
