 Die Herren Hausseure und Färbemeister
des neuen Jerusalems portätierend -: was nützte es mir?
    Dies ist der Parabasen elfte und letzte. Der Ritter aus Glanzpapier ist
seiner Fröhlichkeit müde. Die Orgel hat seinen Abgang gelockert. Die Chimären
sind in den Stall gebracht, und der Kirchenvater Origines sonnt seine Glatze im
Abendrot. Ewigen Samen verleihe uns, o Herr, einen guten Kordial Medoc, und das
Orchester der dreimal geschnäbelten Wasserpfeifen verstumme einen Augenblick.
    Benedicat the Tenderendam, dominus, et custodiat the ab omnibus insidiis
diaboli. O Huelsenbeck, o Huelsenbeck, quelle fleur tenez-vous dans le bec? Die
Wurzeln begatten einander in den Heiligtümern. Detektive sind unser Hutschmuck,
und das »gadji beri bimba« verrichten wir als Nachtgebet.
    Tenderenda den Kreuzschläger werden sie mich nennen. Auf der Sedia
gestatoria werden sie meine Gebeine zeigen. Mit Weihwasser werden sie nach mir
spritzen. Vollmönch der Präservation und Filtriertuch der Unsauberkeiten werden
sie mich nennen. Eselskönig und Schismatikaster. In nomine patris et filii et
spiritus sancti.
    Ein Glück nur, dass mir die Pfingstlaune durch gar zu krasse Aussenseiter
nicht gestört wird. Ein Glück, dass ich gut in Form bleiben kann. Hätte ich ein
Notizbuch zur Hand, oder böte sich sonst eine Occasion, so würde ich
aufschreiben, was mir mehr einfällt. Die ganze Zeit fällt ja mir ein. Es ist ein
großer Einfall und Hinfall, den ich mit hinfälliger Einfalt festhalten möchte.
 
                            Baubo Sbugi Ninga Gloffa
Eine Zauberformel aus dem erwähnten Zyklus »gadij beri bimba«. Sie gilt den zwei
mystischen Tieren Tenderendas, dem Pfau und der Katze. Zwei hochmütigen und
verschwiegenen Tieren, dem Jeremias und der Klagefrau unter den Tieren. Es
empfiehlt sich, den Spruch nur leichthin zu sagen und nicht allzulange dabei zu
verweilen. Er ist auch nur als eine Art Agraffe gedacht, die die zwei letzten
Prosatexte verbindet.
baubo sbugi ninga gloffa
siwi faffa
sbugi faffa
ôkofa
fafâmo
faufo halja finj
sirgi ninga banja sbugi
halja hanja golja biddin
mâ mâ
piaûpa
mjâma
pâwapa
baungo
sbugi
ninga
gloffâlor
 
                             Herr und Frau Goldkopf
Ein astrales Märchen. Eine Art himmlischen Puppenspiels. Drei Teile lassen sich
deutlich unterscheiden. Der erste: ein mystisches Erlebnis der Eheleute
Goldkopf. Eine weiße Lawine kommt bei ihnen zu Besuch, eine sich steigernde
Reinheit und Helle wächst ihnen zu. Ihr Haus liegt über dem Abgrund und an der
Fabelwiese, auf der der Buchstabenbaum einhergeht. Das ist jener Baum, von dem
die poetischen Adams und Evas essen. Zärtliche Allegorien in Tiergestalt treten
auf. Traumhaft die Notenständer des Lachens, die Tenderenda bei Lebzeiten
verteilte. Der zweite Teil ist die Ballade von Koko dem grünen Gott. Das ist der
Phantastengott. Von ihm kommt alle Glückseligkeit, solange er in Freiheit die
Flügel
