 auf Eure Dankbarkeit.«
    »Ihr werdet ernten, was ihr säet.«
    »Ist dieses Pa-wiconte, dieses Wasser des Todes, sehr weit entfernt von dem
dunkeln Wasser, in dem unser Vater starb?«
    »Wenn ich mich recht erinnere, liegen beide gar nicht weit auseinander.
Sobald ich hinkomme, werde ich besser im Bilde sein als jetzt.«
    Es wäre nicht klug gewesen, ihm zu sagen, dass unter den beiden verschiedenen
Namen ein und derselbe See zu verstehen sei.
    »Ah! Ihr habt also die Absicht, selbst auch mit hinzukommen?« fragte er.
    »Gewiss. Oder ist Euch das nicht recht?«
    Der Blick, den er jetzt seinem Bruder zuwarf, war ein triumphierender. Er
war entzückt darüber, dass ich seinen Plänen so ahnungslos entgegenkam, während
er doch derjenige war, dem jede Ahnung fehlte.
    »Uns nicht recht?« rief er aus. »Welchen Grund hätten wir dazu? Wir sind
Eure Freunde. Wir haben Euch lieb gewonnen. Wir möchten uns am liebsten nie
wieder von Euch trennen. Wir nehmen Euch unendlich gern mit nach dem Wasser des
Todes. Doch setzen wir voraus, dass Ihr uns dafür den Nugget-tsil und das dunkle
Wasser zeigt.«
    »Das werde ich tun. Wie aber kommt es, dass Kiktahan Schonka euch nicht
gleich mitgenommen hat? Warum schickt er euch nach dem Tavuntsit-Payah?«
    »Um die Squaws der Sioux zu beobachten, die nach diesem Orte geritten sind,
und ihm dann Bericht hierüber zu erstatten. Er hat uns den Weg genau
beschrieben. Nach dieser Beschreibung können es von hier bis hin nur noch zwei
Tage sein?«
    »Das stimmt. Und nun bitte ich nur noch um Eins; dann bin ich
zufriedengestellt. Nämlich, es ist doch eigentlich sehr auffällig, dass Ihr Euch
an mich gewendet habt, um zu erfahren, wo der Nugget-tsil und das dunkle Wasser
liegen. Es erscheint als fast unglaublich, dass Ihr diese beiden Orte nicht schon
längst gefunden habt. Ihr brauchtet Euch in Beziehung auf den Nugget-tsil nur
bei den Kiowas zu erkundigen, bei ihrem Häuptling Tangua und seinem Sohne Pida.
Und in Beziehung auf das dunkle Wasser war es doch wohl nicht unmöglich, einen
der Apatschen zu finden, die damals mit mir dort gewesen sind.«
    »Das klingt nur so leicht, ist es aber nicht,« entgegnete er. »Ich bin bei
den Kiowas gewesen. Der alte Tangua war wohl bereit, mir Auskunft zu erteilen,
aber Pida, sein Sohn, hinderte ihn daran; warum, das weiß ich nicht. Und unter
all den Apatschen, die ich nach dem dunkeln Wasser fragte,
