 die Zentrale, und wenn man sozusagen systematisch
vorgeht, muss die Bewegung von hier aus in die einzelnen Kanäle geleitet werden.
Hier ist der Sitz der Presse, und so weiter, net wahr?«
    »Is scho recht,« sagte Wimmer. »Aber dös mit da Versammlung, Prantl, dös
muass z'sammgeh'. Je eh'nder, desto besser.«
    »Es braucht sei Zeit,« antwortete Prantl, »mir müassen an bekannten Redner
hamm, mir müassen in de Gemeinden Leut' hamm, und mir müassen aa de Stimmung
kenna. G'rad bei der ersten Versammlung müassen mir Obacht geb'n, dass mir net
fallieren.«
    »Um d' Stimmung brauchst di net z'kümmern. I kenn' Leut' g'nua, de auf
unserer Seiten san.«
    »Ob sie sich aber trau'n in der Öffentlichkeit?«
    »Warum denn net, g'rad g'nua gibt's. Da is der Kronschnabl von Bachern, und
der Stuhlberger von Giebing und der Wanninger und der Rädlmayer von Schachach:
g'nua gibt's.«
    »Man müsste sozusagen ein Verzeichnis anlegen,« sagte Schüchel, »auf der
einen Seite müsste die Gemeinde stehen und auf der anderen der Name, net wahr?
Von dem Betreffenden. Und jeder müsste sozusagen ein Unterverzeichnis haben, wo
diejenigen stehen, welche er für unsere Sache gewinnen kann.«
    »Ja, ja,« antwortete Prantl, »so oder anderst müassen mir's macha. Aba pass
auf, Wimmer, in d' Hand muass de Sach' g'numma wer'n, und a Versammlung muass's
geben, dass d' Leut' schaug'n, und unser Grosskopfeter dazu.«
    Er meinte wieder den königlichen Bezirksamtmann von Nussbach.
Der Pfarrer von Giebing, Dekan und päpstlicher Hausprälat, Mitglied der Kammer
der Abgeordneten, sagte zu Herrn Franz Otteneder:
    »Ich versichere Sie, Herr Bezirksamtmann, es ist so. Wenn nichts geschieht,
haben wir bei jeder Gemeinde den Krieg. Es muss etwas getan werden.«
    »Es fragt sich nur, was, Herr Dekan. Ich bin schon längst informiert, dass
die Bündler bei uns Boden gewinnen. Ich erhalte fast täglich Zuschriften von
Ihren Kollegen. Ja, das ist alles recht, aber.« Otteneder zuckte die Achseln.
    »Es lassen sich schon Mittel finden, Herr Bezirksamtmann.«
    »Zum Beispiel?«
    »Durch persönlichen Einfluss.«
    »Den haben Sie mehr wie ich. Was zu mir kommt, das sind die Bürgermeister.
Ich verkehre nur indirekt mit den Gemeinden; Sie sind an Ort und Stelle.«
    »
