 die Eingeschlossenen keine andere als nur noch eine höchst
lächerliche Rolle spielen, und es sei gleich hier gesagt, dass es so gut gelang,
wie es gar nicht besser gelingen konnte.
    Hiermit waren diese Feinde also kalt gestellt, und es handelte sich nur noch
um die Massaban und Schatten, vor denen es uns ebenso wenig bange wie vor Jenen
war, denn wir hatten sie ja fest und konnten sie erdrücken, sobald es uns
beliebte.
    Man hatte während des ganzen Tages wieder Reisig und Holz auf sämtliche
Häupter und Vorsprünge der Berge geschafft. Wie das Fest mit einer
Höhenbeleuchtung begonnen hatte, so sollte es auch mit einer solchen enden. So
wurde gesagt. Die Eingeweihten aber wussten, dass das Aufflammen dieser Feuer für
die Umschliessung der Feinde das Zeichen sei, dass die Entscheidung einzutreten
beginne. Nur eine einzige Stelle war von dieser Bedeutung ausgenommen, nämlich
die Kuppe des Alabasterzeltes. Man hatte dort den ganzen Tag sich mit der
größten Anstrengung bemüht, der Moräne Stillstand zu gebieten, doch ohne den
gewünschten Erfolg. Sie war trotz aller künstlichen Hemmnisse weiter und weiter
vorgerückt, um die vorlagernden Geröllmassen zu ergreifen. Das verheerende
Schicksal von oben war also mit Gewissheit zu erwarten, doch sah man sich außer
Stande, die Zeit genau zu berechnen. Darum standen nun Wächter oben, welche die
dortigen Holzhaufen anzubrennen hatten, sobald der gefährliche Augenblick im
Nahen sei. Das war es, was die Feuerzeichen von diesem Punkte aus zu sagen
hatten.
    In Erwartung aller dieser Dinge versicherten wir uns unserer Pferde, welche
in das Gewölbe gebracht wurden. Auf der ganzen Breite der Pferdeweide standen
Posten, um uns von den Ruinen abzuschließen. Im Hofe etablierte der Ustad eine
Art Hauptquartier, zu welchem alle geltenden Personen gehörten, doch aber nicht
Ibn el Idrak und die Scheike der Dinarun und Kalhuran, welche sich bei ihren
Stämmen befanden und genau wussten, wie sie zu handeln hatten. Je weiter der
Abend vorrückte, umso stiller wurde es unten im Tale. Alle Dschamikun verließen
den See und stiegen bergauf in die Höhe. Die Schatten sollten kommen dürfen,
ohne den geringsten Widerstand zu finden. Aber der Duar selbst blieb umso
schärfer besetzt, an jeder Flanke sechs Kamelkanonen, um den Zugang von beiden
Seiten des Sees her zu bestreichen. Schon diese Geschütze allein genügten, den
Schatten ihre Ohnmacht gegen uns zu beweisen. Die übrigen acht waren zu beiden
Seiten des Sees auf dominierende Punkte verteilt, von denen aus wir mit ihnen
die ganze Rennbahn beherrschten. Für den Bedarfsfall hatte der Ustad eine Menge
von Fackeln verteilen und anfertigen lassen, und draußen am Ende des Sees lagen
Späher versteckt, um das Zelt Ahrimans zu beobachten und uns das Erscheinen der
Massaban zu melden. Er wollte ja mit diesen die
