 mit ihnen zurück. Den
Perser behielt ich bei mir.
    »Effendi, ich merke, dass ihr etwas vorhabt,« sagte er. »Darf ich erfahren,
was es ist?«
    »Jetzt noch nicht, jedoch schon in kurzer Zeit. Jetzt muss ich den Scheik
Tawil rufen.«
    Dies zeigte sich als gar nicht nötig, denn der Beni Khalid war halten
geblieben, um die Reiter an sich vorüber zu lassen, bis wir kommen würden. Er
sah trotz der Dunkelheit, dass wir zwei allein waren, und erkundigte sich darum:
    »Wo sind die Haddedihn? Warum bleiben sie so weit zurück?«
    »Um mir zu ermöglichen, mein dir gegebenes Wort zu halten.«
    »Welches Wort?«
    »Dass sogar du selbst die gestohlenen Gegenstände finden wirst, ohne sie
gesucht zu haben. Vor allen Dingen, sag: Hältst du mich für einen ehrlichen
Mann?«
    »Ja.«
    »So hast du Vertrauen zu mir?«
    »Ja. Du bist stolz und gewalttätig, aber kein Betrüger.«
    »So lass deine Leute weiterreiten, und komm mit uns!«
    »Wohin?«
    »Nach dem Orte, an welchem El Ghani seinen Raub versteckt hat.«
    »So ist das von dem Diebstahle also wahr?«
    »Ja. Als er euch von der Jagd zurückkehren sah, verbarg er die Gegenstände.«
    »Und du kennst den Ort?«
    »Ja.«
    »Wer hat ihn dir verraten?«
    »Ich habe jetzt keine Zeit, es dir zu erzählen. Komm!«
    Er zauderte doch, mir zu folgen.
    »Führst du mich etwa in eine Falle, um mich wieder gefangen zu nehmen?«
fragte er.
    »Ich denke, du hast Vertrauen zu mir! Wäre es auf dich abgesehen, so könnte
ich es mir bequemer machen.«
    »Das ist wahr. Sind die Gegenstände, um welche es sich handelt, wertvoll?«
    »Sehr!«
    Er überlegte noch einen Augenblick und sagte dann:
    »Wohlan, ich werde tun, was du willst. Dauert es vielleicht lange?«
    »Nein. Wir haben nur eine kurze Strecke zurückzukehren.«
    Wenn es Tag gewesen wäre, so hätte ich in seinem Gesichte wahrscheinlich
folgende Gedanken lesen können: Dieser Effendi aus dem fernen Moghreb, welcher
trotz seiner großen Gelehrsamkeit ein sehr dummer Mensch ist, weil er mir das
Versteck zeigen will, soll erfahren, dass ich gescheiter bin als er. Wenn die
Sachen so kostbar sind, wie er sagt, so bekommt sie weder er noch der Perser
noch ein anderer Mann, sondern ich behalte sie!
    Wir kehrten um und ritten rechts ab nach dem betreffenden Felsen hinüber.
