 besser als
Jakuby.
    Der Alte ärgert sich, dass man ihn widerlegt und ganz unverhohlen zu
verspotten wagt.
    Ja - Jeder hat so sein Leid zu tragen.
    Und der feuerspeiende Ätna war doch so berauschend großartig - die Erde
zitterte, der Himmel füllte sich mit mächtigen Rauchwolken, glühende Felsen
stürzten aus dem Himmel heraus ins Meer und versanken dort mit fürchterlichem
Gezisch.
    Die Feuersäule des Kraters erleuchtete ganz Sizilien - Funkenasche fiel
dabei langsam herunter.
    Zum Donner in der Tiefe gesellte sich der Donner in den Lüften, die von
grellen Blitzen fortwährend durchzuckt wurden.
    Die Rauchwolken verdunkelten zuweilen die Feuersäule - die kam jedoch immer
wieder zum Vorschein - was sehr unheimlich wirkte, da sonst nur Blitze die
Gegend erhellten.
    Jakuby machte sich viele Notizen - er ging dem feuerspeienden Berge so nahe
auf den Leib, dass ihn seine Freunde verließen.
    Gegen Morgen schlug ein brennender Stein, der blitzschnell zur Erde
niederfiel, dem kühnen Gelehrten zwei Finger von der linken Hand ab.
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    Abu Hanifa, der in einem Dorfe Südarabiens weilte, kam auch mit harten
Steinen in nähere Berührung.
    Indes - das war freiwillig und schmerzlos.
    Der junge Abu Hanifa war nämlich nicht bloß Historiker, er beschäftigte sich
auch mit allen andern Wissenschaften - besonders gern mochte er die
verschiedenen Steinarten der Wüste untersuchen - deshalb reiste er auch in
Südarabien - und kam dort mit harten Steinen in nähere, allerdings schmerzlose
Berührung. -
    Osman ist über diese Sammelei nicht sehr froh, da in Südarabien nur wenig
Menschen leben, die für den Weltbund der lauteren Brüder in Frage kommen - von
Steinen versteht Osman nichts.
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    Der Trunkenbold Hamadany lebt in Byzanz und vertrinkt dort den Rest seines
väterlichen Erbteils.
    Hamadany zecht in Byzanz immer allein.
    Das versteht der ganz vortrefflich.
    Er mietet sich abends eine Gondel und lässt sich hinausfahren aufs Meer -
aber nicht zu weit fort - sodass er immer noch die große Stadt mit ihren Hügeln
und Tempeln sehen kann.
    Und wenn er dann so allein in seiner Gondel liegt, dann trinkt er und blickt
in die Sterne, in den Mond, aufs Wasser, auf die herrliche Stadt und - und -
arbeitet.
    Er arbeitet allerdings in eigentümlicher Art.
    Er ist ein sonderbarer Geograph.
    Er will aus der äußeren Form eines Landes die Schicksale dieses Landes
herauslesen.
    Die Landschaft sagt ihm alles.
    Die Menschen sagen ihm nichts - denn die hasst er.
    Wenn die Sonne aufgeht, ist Hamadany immer berauscht, und er redet sich ein,
dass
