 Vormast, der
mittlere der Grossmast und der dritte der Kreuz- oder Besanmast. Alle drei sind
gleich getakelt, und alle Einzelteile tragen die Bezeichnung desjenigen Mastes,
zu dem sie gehören. Dadurch wird die Sache ungemein erleichtert. Bis zum ersten
Absatz, den du da oben siehst und den wir den Mars nennen - bei euch Landratten
der Mastkorb - heißt jeder Mast der Untermast, dann folgt die Marsstenge und
darauf die Bramstenge. Die starken Taue, die auf beiden Seiten der Untermasten
herabreichen, sich unten auseinanderspreizen und an den Wänden des Schiffes
befestigt sind, heißen Wanten, diejenigen aber, die von den Masten nach vorn
gespannt sind, nennt man Stage. Die Querstangen, an denen die Segel befestigt
werden, heißen Raaen. Jede Raa hat ihr besonderes Tauwerk; worin sie hängt,
nennt man den Hanger, womit sie an dem betreffenden Mast oder der Stenge
gehalten wird, das Reck, womit sie auf- und herabgezogen wird, das Fall. Die
Taue, durch die sie schräg, ein Ende nach unten, das andere nach oben, geheisst
wird, sind die Topwanten, diejenigen, durch die sie in waagerechter Lage gedreht
wird, die Brassen. Wanten und Stage nennt man das stehende, die Takelage der
Raaen und Segel das laufende Gut. Das vordere Rundholz am Bug des Schiffes heißt
der Bugspriet und das darauf liegende der Klüverbaum. Von diesem gehen nach
beiden Seiten die Klüverbackstage und nach oben bis zu den Stengen das Bram- und
Stengenstag, woran die dreieckig geformten Klüversegel fahren.«
    Es brauste in Roberts Ohren. »Das ist verwirrend«, gestand er.
    Der Matrose lachte. »Hast du genug, Kleiner, soll ich aufhören?« fragte er.
    »Nein, nein, - es kehrt mir später alles ins Gedächtnis zurück. Nur im
Augenblick wollte es mich verwirren! Bitte fahren Sie fort.«
    »Na, dann wollen wir das Garn weiter spinnen, mein Junge. Also die unteren,
größten Segel heißen Untersegel, die darauf folgenden Marssegel und die noch
höheren Bramsegel, während die letzten hoch oben in der Spitze oder vielmehr an
den Stengen die Oberbramsegel genannt werden. Die Takelage jedes Mastes erhält
nach ihm die Vorbezeichnung Groß, Vor und Kreuz. - Was nun noch die beiden
Seiten des Schiffes betrifft, so heißt diejenige, von der der Wind kommt, die
Luvseite, während die entgegengesetzte die Leeseite genannt wird.
    An den Marssegeln von oben nach unten befinden sich vier Querabteilungen,
jede mit einer Reihe dicht nebeneinander hängender Bindfaden versehen, die
Reffbendsel heißen und dazu dienen, bei starkem Wind die Marssegel zu
verkleinern. Das nennt man reffen. Zum Aufholen oder Wegnehmen der Segel dienen
die Geitaue, die von den Schooten bis unter
